Wintertransfers könnten 100-Mio.-Marke sprengen

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Jefferson Farfan könnte Schalke im Winter verlassen. Wem wird sein Herz dann gehören?

Frankfurt/Main - Kurz vor dem Beginn der Transferperiode am 1. Januar laufen bei den Managern der Fußball-Bundesliga die Drähte heiß. Profis im Gesamtwert von weit über 100 Millionen Euro sind zu haben.

Offiziell sind fast alle Manager zwischen Weihnachten und Neujahr in den Winterferien, doch in Wahrheit arbeiten die Sportchefs der Fußball-Bundesligisten in ihren Urlaubsdomizilen mit dem Handy am Ohr an der Zukunft ihrer Klubs. Wenn am 1. Januar die Transferperiode beginnt, wollen die Manager diesmal aber eher als Ver- denn als Einkäufer in Erscheinung treten. Die Klubs möchten personellen Ballast loswerden, um die Lohnkosten zu senken. Profis im Gesamtwert von weit über 100 Millionen Euro stehen bis zum 31. Januar zum Verkauf.

Das größte Spieler-Paket will ausgerechnet Schlusslicht SC Freiburg auf den Markt werfen. Sechs Profis sollen ihre Koffer packen. Während die Breisgauer die Liste veröffentlichten, schießen bei den Ligarivalen die Spekulationen ins Kraut. Die bekanntesten Namen in der Verlosung sind Lukas Podolski, Jefferson Farfan, Lucas Barrios und ein weiterer Freiburger: Papiss Cisse. Als namhafter Neuzugang wird dagegen nur ein alter Bekannter gehandelt: Dimitar Berbatow soll vom englischen Rekordmeister Manchester United zu Vizemeister Bayer Leverkusen zurückkehren.

„Es ist mehr als ein Gerücht. Leverkusen hat die Idee, Berbatow zu holen. Es gibt Kontakt, aber noch nichts Konkretes. Alles hängt von ManUs Plänen ab“, sagte Ivan Dobrinow von Berbatows Beratungsagentur. Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser spielt den Kontakt zum Bulgaren, der von 2001 bis 2006 für Leverkusen spielte und in 154 Spielen 69 Tore für die Rheinländer erzielte, noch herunter: „Konkret gibt es sicher momentan nichts.“

Immer konkreter scheint dagegen der Abschied Farfans von Schalke 04 zu werden. Schließlich haben die Königsblauen durch die Verpflichtung von Chinedu Obasi vom Ligarivalen 1899 Hoffenheim bereits für Ersatz gesorgt. Der Peruaner Farfan, der laut transfermarkt.de 18 Millionen Euro wert ist, soll Schalke im Winter für sieben Millionen Euro verlassen dürfen.

Fast doppelt so tief müssen interessierte Klubs in die Tasche greifen, wenn sie den Argentinier Barrios von Meister Borussia Dortmund verpflichten wollen. Der Stürmer, der seinen Stammplatz verloren hat, darf angeblich für zwölf Millionen Euro den BVB verlassen. „Mir wäre es am liebsten, wenn er bleibt. Aber wenn ein Spieler vor ein, zwei Wochen sagt 'Ich will weg', dann muss man mit dem Spieler reden“, sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zuletzt. Angeblich sollen neben Manchester City und dem FC Chelsea auch der FC Sevilla und Espanyol Barcelona an einer Verpflichtung von Barrios interessiert sein.

Interessant für potente Klubs bleibt offenbar auch Nationalspieler Podolski. Die personifizierte Lebensversicherung des 1. FC Köln, der zuletzt unter anderem mit dem FC Arsenal in Verbindung gebracht wurde, soll nun auch auf der Wunschliste des AC Florenz stehen. Bis zu 15 Millionen Euro will der AC laut italienischen Medienberichten für den Stürmer, der im Fall der Fälle einen Wechsel ins Ausland favorisiert, auf den Tisch legen.

Drei Millionen weniger dürfte Cisse kosten. Während die Freiburger im Sommer Angebote für den Senegalesen in dieser Höhe noch abgelehnt hatten, könnte es nun anders aussehen. Durch einen Verkauf Cisses, der in der Hinrunde neun Tore erzielt hat, hätten die Breisgauer die Mittel zur Verfügung, um sich im Abstiegskampf auf allen Positionen zu verstärken. Derweil sind die in Freiburg ausgemusterten Abwehrspieler Heiko Butscher und Felix Bastians bei Hertha BSC Berlin im Gespräch.

Viele Namen sind - wie immer bei den Klubs von Trainer Felix Magath - auch beim VfL Wolfsburg im Gespräch. Nach der enttäuschenden Hinrunde dürfen unter anderem Srdjan Lakic, Patrick Helmes und Sotirios Kyrgiakos gehen. Kommen sollen die Serben Alexander Lukovic und Slobodan Medojevic.

sid

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