"Sind auf dem richtigen Weg"

Erneuter Millionenverlust bei Werder

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Geschäftsführer Klaus Filbry präsentierte die Zahlen am Montag den Werder-Mitgliedern

Bremen - Bundesligist Werder Bremen steckt weiter in der Verlustzone - hat das Minus in der Spielzeit 2012/13 aber reduzieren können. In zwei Jahren soll es schwarze Zahlen geben.

Die SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA kam bei einem Umsatz von 87,9 Millionen Euro auf ein Nachsteuerergebnis von minus 7,9 Millionen Euro. Diese Zahlen veröffentlichte der Club am Montag. Auch im kommenden Jahr rechnet der neue Vorsitzende der Geschäftsführung, Klaus Filbry, mit einem Minus. Zumindest sagte er der „Bild“-Zeitung (Montag): „In zwei Jahren möchten wir eine schwarze Null schreiben.“

Bereits 2011/12 hatte Werder mit 13,9 Millionen Euro ein Minus ausgewiesen. Damals hatte noch Klaus Allofs die Bilanz präsentiert, ehe er nur wenige Wochen später zum Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg wechselte.

„Wir haben im Vorjahr den Mitgliedern einen Konsolidierungskurs mit Augenmaß versprochen und zeigen jetzt, dass der erste Schritt gemacht ist“, sagte Filbry laut Mitteilung. „Wir sind auf dem richtigen Weg, auch wenn wir weiter hart arbeiten müssen.“ Weiter sagte Filbry: „Unsere positive Eigenkapitalausstattung ermöglicht es uns, den Fehlbetrag des abgelaufenen Geschäftsjahres aus eigenen Mitteln auszugleichen.“

Das Eigenkapital beträgt laut Club zum Stichtag 16,5 Millionen Euro. Es bestehe im Wesentlichen aus Gewinnrücklagen der vorherigen Jahre. Das entspreche „einer sehr guten Eigenkapitalquote von 35,6 Prozent der Bilanzsumme“, sagte der Clubchef zu den Kennzahlen. „Das Unternehmen ist gesund und verfügt nach wie vor über eine hohe Liquidität, die es unter anderem gestattet, Transfers aus Eigenmitteln zu finanzieren.“

Werder hatte innerhalb von sieben Jahren sechsmal in der Champions League gespielt und viel Geld verdient. Aus dieser Zeit stammen aber auch noch Verträge mit hohen Gehältern, die im vergangenen und in diesem Jahr zum Minus beigetragen haben. Werder habe inzwischen „konsequent die Kaderkosten reduziert“, sagte Filbry.

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dpa

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