Nach der Pleite gegen Augsburg

Bremer Abstiegskampf: Eichin vertraut Schaaf

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Werder-Sportdirektor Thomas Eichin (r) vertraut weiterhin auf Trainer Thomas Schaaf

Bremen - Sportdirektor Thomas Eichin vom Bundesligist Werder Bremen hat Trainer Thomas Schaaf trotz der sportlichen Talfahrt den Rücken gestärkt.

„Thomas steht bei mir überhaupt nicht zur Diskussion“, sagte Eichin bei Sky90: „Ich bin mir sicher, dass wir mit ihm besser aus dieser Situation herauskommen als ohne ihn.“ Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge sind die Norddeutschen in der Tabelle auf den 14. Platz zurückgefallen und liegen nur noch sieben Punkte vor dem Relegationsplatz.

Bremens ehemaliger Klubchef Jürgen L. Born bezeichnete die momentane Situation derweil als „mehr als ernst“ und den Tabellenplatz als „mehr als bedenklich“. Die Entwicklung zeige eindeutig nach unten.

„Wenn man in der Tabelle abrutscht, wird auch der finanzielle Aspekt schwieriger. Zudem wird das Image in Mitleidenschaft gezogen. Das muss alles kontinuierlich wieder aufgebaut werden. Das ist nicht so einfach“, sagte Born Sport1. Als Traditionsmannschaft der Bundesliga habe der Verein zwar gute Möglichkeiten, sich aus dem kleinen Sumpf wieder zu befreien. „Kurzfristig sehe ich aber keine sprunghaften Veränderungen nach oben“, sagte Born.

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Beim Weg aus der Krise vertraut der ehemalige Vorstandsvorsitzende wie Eichin auf Trainer Schaaf. „Es fehlen einfach die Stars in der Mannschaft, die früher das eine oder andere Pünktchen mehr ausgemacht haben“, sagte Born: „Ich bewundere Thomas Schaaf. Er befindet sich im Kreuzfeuer und steht wie ein Baum. Außerdem: Er kann ja nach 14 Jahren in Bremen nicht plötzlich ein schlechter Trainer geworden sein.“

Eichin, der in Bremen erst vor zweieinhalb Wochen die Nachfolge von Ex-Geschäftsführer Klaus Allofs angetreten hatte, machte der Mannschaft zahn Spieltage vor dem Saisonende Mut. „Man muss versuchen, einen kühlen Kopf zu bewahren und das Positive herauszuarbeiten. Wir müssen einfach unser Potenzial abrufen. Dann kommen wir auch wieder in die Spur.“ Am kommenden Samstag (18.30 Uhr/Sky und Liga total!) muss Werder bei Europacup-Aspirant Borussia Mönchengladbach antreten.

 

SID

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