Wegen "Hymnenverweigerung"

Partei will Benzema aus Nationalelf verbannen

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Karim Benzema (l., hier gegen Mats Hummels) hat den Ärger der rechtsextremen Partei Front National auf sich gezogen.

Paris - Weil er die französische Nationalhymne vor Länderspielen nicht mitsingt, hat Starstürmer Karim Benzema die rechtsextreme Partei Front National (FN) gegen sich aufgebracht.

Der FN forderte am Dienstag in Paris den Ausschluss Benzemas aus der französischen Fußball-Nationalmannschaft. Das Nichtsingen der "Marseillaise" komme einer "unvorstellbaren und inakzeptablen Geringschätzung" des Nationaltrikots gleich, schrieb in einem Kommuniqué der FN-Sportbeauftragte Eric Domard.

Er habe nie die Hymne gesungen, sagte der Profi von Real Madrid im Interview des Radiosenders RMC. Dies sei aber überhaupt kein Problem, schließlich hätten auch die größten französischen Fußball-Idole wie Zinedine Zidane und Michel Platini ebenso wie viele Fans die Hymne nicht mitgesungen. Es sei "ein Traum", das französische Trikot tragen zu dürfen. Ihn werde aber niemand "zum Mitsingen der Hymne zwingen", sagte der 25-jährige Spieler algerischer Abstammung.

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Der Stürmer ist überzeugt, dass "niemand meckern würde", wenn er drei Tore pro Spiel schießen würde. In den kommenden Spielen der WM-Qualifikation gegen Georgien und Spanien will Benzema wieder treffen, nachdem er in den bisherigen drei Qualifikations-Begegnungen leer ausgegangen war. In 55 Länderspielen erzielte er bislang 15 Tore.

dpa

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