Wechsel-Wirrwarr um Wiese

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Tim Wiese dementiert einen Wechsel

Hoffenheim - Wechsel-Wirrwarr um Tim Wiese: Der Torwart von Werder Bremen dementiert eine Einigung mit der TSG 1899 Hoffenheim. Er hält sich alle Optionen offen.

Tim Wiese bastelt gerne. Und liebt die Natur. Der extrovertierte Torhüter genießt es, seine selbst geschraubten Hubschrauber-Modelle durch die Luft fliegen und dabei die Seele baumeln zu lassen. Mit seinen sanften Hügeln und grünen Wiesen bietet der Kraichgau beste Voraussetzungen für das große Hobby des Fußball-Nationaltorwarts. Und glaubt man den Zeitungsberichten, dann könnte es bei den Modellflug-Freunden Kraichgau schon bald einen prominenten Neuzugang geben.

„Ich hoffe, dass wir nächste Woche mit Wiese alles klarmachen können“, sagte Markus Babbel der Bild-Zeitung. Damit bestätigte der Trainer von 1899 Hoffenheim die Verhandlungen mit dem Torwart von Werder Bremen. „Wir stehen mit Tim Wiese in Verhandlung und wollen ihn Haben. Wenn solche Spieler auf dem Markt sind, will ich schauen, die besten zu holen“, so Babbel in der Mittwochausgabe des Blatts.

Zuletzt wurde viel spekuliert über die Zukunft des 30 Jahre alten Schlussmannes, der Bremen nach sieben Jahren zum Saisonende verlässt. Mit Real Madrid hatte sogar die ganz große Lösung im Raum gestanden. Nun scheint eine Entscheidung unmittelbar bevor zu stehen, obwohl sich Wiese selbst und dessen Berater am Dienstag noch bedeckt hielten.

„Ich habe in Hoffenheim nicht unterschrieben und auch nichts zugesagt. Ich weiß, dass Babbel Interesse hat. Wir werden uns treffen und ich werde mir das anhören. Aber es ist alles offen. Es ist noch keine Entscheidung gefallen“, sagte Wiese.

Damit widerspricht Wiese sich selbst. Noch vor einigen Wochen hatte der Mann mit der Winnetou-Frisur in einem Interview erklärt, er habe bereits bei einem neuen Klub „langfristig unterschrieben“. „Das habe ich aus Flachs irgendwo gesagt, weil mir die Fragerei auf die Nerven gegangen ist“, sagte Wiese nun Sky Sport News HD.

Wiese-Berater Roger Wittmann machte das Wechsel-Wirrwarr dann vollends komplett. „Tim hat eine grobe Vorauswahl getroffen“, sagte Wittmann im Gespräch mit Sport-Informations-Dienst (SID). Selbst das Ausland wollte Wittmann er auf Nachfrage nicht ausschließen.

Dennoch deutet vieles darauf hin, dass es Wiese in den Kraichgau zieht und er in der kommenden Spielzeit Nachfolger von Tom Starke wird. Der Verein passt zwar nur in Teilen auf seine selbst formulierte Arbeitsplatzbeschreibung („Es ist ein Klub, der dauerhaft um Titel mitspielen wird und finanziell nicht am Hungertuch nagt“), würde aber zu Wiese passen.

Der bisherigen Nummer eins, Tom Starke, dürfte die Posse um die Planstelle im Hoffenheim-Tor gar nicht gefallen. Starke ist nicht nur Vize-Kapitän und Publikumsliebling, sondern auch Leistungsträger beim Tabellen-Neunten. „Wenn die Verantwortlichen meinen, Tim Wiese holen zu müssen, sollen Sie es machen. Ich kann es mir aber nicht vorstellen“, hatte Starke am Wochenende gesagt.

„In den kommenden Tagen wird eine Entscheidung fallen“, sagte Wittmann. Dann wissen alle, wo Wiese seinen Hubschrauber in Zukunft landen wird.

sid

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