Wandert Sevilla-Präsident in den Knast?

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Málaga - Die spanische Staatsanwaltschaft hat eine Inhaftierung für den Präsidenten des Fußball-Erstligisten FC Sevilla, José María del Nido, beantragt. Offenbar besteht Fluchtgefahr.

Der Clubchef war im Dezember 2011 wegen Verwicklung in einen Finanzskandal zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil des Landgerichts in Málaga ist noch nicht rechtskräftig, weil Del Nido es vor dem Obersten Gerichtshof anfechten ließ.

Der Sonderstaatsanwalt für Korruptionsdelikte begründete seinen Antrag auf Haft am Montag damit, dass Fluchtgefahr bestehe. Die Richter in Málaga hatten es als erwiesen angesehen, dass der Vereinspräsident in seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt der Stadtverwaltung des Nobelbadeorts Marbella falsche Rechnungen ausgestellt und Millionensummen an Steuergeldern kassiert hatte.

Marbellas damaliger Bürgermeister Julián Muñoz wurde ebenfalls zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Clubchef des UEFA-Pokalsiegers 2006 und 2007 soll dem Badeort 6,7 Millionen Euro in Rechnung gestellt haben.

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dpa

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