Randale nach Drittliga-Spiel

Feiger Angriff von Burghausen Ultras

Burghausen - Ein feiger Angriff von zahlreichen Burghauser Ultras gegen zwei Gäste-Fans hat das Drittliga-Spiel von Wacker gegen den Chemnitzer FC überschattet. Auch in der Regionalliga gab es wüste Ausschreitungen.

Beim 2:1 Heimsieg der Mannschaft des SV Wacker Burghausen gegen den Chemnitzer FC hatte die Polizei bis nach Spielende überhaupt nichts zu beanstanden. Danach trübte aber ein Übergriff von Burghauser Ultras auf Chemnitzer Fans die positive Bilanz der Polizei.

Vor 2.600 Zuschauern, darunter nur etwa 200 Fans der Gästemannschaft, blieb es vor und während des Spieles vollkommen ruhig. Die gut 200 Beamten, die unter der Führung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd an diesem Tag im Einsatz waren, hatten bis dahin einen ruhigen Arbeitstag.

"Ein dicker Wermutstropfen war dann aber der Angriff von Burghauser Ultras auf Anhänger der Gästemannschaft", heißt es im Polizeibericht.

Lange nach Spielende attackierten aus einer größeren Gruppe heraus mehrere Burghauser vor einem Geschäft in der Marktler Strasse zwei Chemnitzer Anhänger. Die beiden Geschädigte wurden beim Verlassen des Geschäftes angegriffen, geschlagen und gestossen. Beide wurden dabei verletzt, einer musste sogar im Krankenhaus ambulant behandelt werden. Weil Polizeikräfte aber ganz in der Nähe waren, konnten vier Tatverdächtige sehr schnell ermittelt und festgenommen werden. Sie erwarten Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzungsdelikten.

Massenschlägerei nach Regionalliga-Spiel

Bis zu 30 Fußballfans haben sich nach dem Regionalliga-Spiel zwischen der Bundesliga-Reserve des SC Freiburg und Eintracht Trier eine Schlägerei an einer Tankstelle geliefert. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben elf Menschen fest - zwei Freiburger Fußball-Anhänger und neun Trierer Fans. Ein Motiv für die Massenschlägerei in Freiburg sei unklar, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Das Spiel hatte Trier am Samstag mit 2:1 (0:1) für sich entschieden.

Einsatzkräfte der Polizei, darunter einige Zivilbeamte, konnten die Lage nur mit großer Mühe beruhigen und die Fangruppen mit Hilfe von Pfefferspray auseinandertreiben, hieß es weiter. Nach erkennungsdienstlichen Maßnahmen seien die Schläger wieder auf freien Fuß gekommen. Gegen die Beteiligten werde nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch ermittelt.

dpa

Rubriklistenbild: © Symbolbild/dpa

Kommentare