zu hohe Ablöse?

Vorwürfe gegen Arnesen wegen Badelj-Transfer

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Frank Arnesen (l.) werden einige Ungereimtheiten beim Transfer von Milan Badelj (2.v.r.) vorgeworfen.

Hamburg - HSV-Sportdirektor Frank Arnesen muss sich wegen des Badelj-Tranfser rechtfertigen. Angeblich zahlte der Bundesliga-Dino eine zu hohe Ablöse. Arnesen wird aber nicht nur das vorgeworfen.

Sportdirektor Frank Arnesen vom Fußball-Bundesligisten Hamburger SV gerät wegen des Transfers von Milan Badelj unter Druck. Bei dem Wechsel des kroatischen Nationalspielers von Dinamo Zagreb an die Elbe soll es zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein. Das berichtet die Sport Bild. „Das war ein ganz schlechtes Geschäft für den HSV, weil unnötig viel Ablöse und ein zweiter Berater gezahlt wurden. Der Vertrag des Spielers lief aus, er wollte auf keinen Fall verlängern, sondern zum HSV wechseln“, sagte Badeljs Berater Dejan Joksimovic der Zeitschrift.

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Obwohl die Verhandlungsposition günstig erschien, zahlte der HSV am Ende rund 3,5 Millionen Euro plus Prämien für Mittelfeldspieler Badelj - dabei soll Arnesen das Transfervolumen zuvor auf maximal 2, 5 Millionen Euro festgesetzt haben. Für Arnesen kein ungewöhnlicher Vorgang. „Es gab ein Gegenangebot von Fenerbahce Istanbul, die wollten sofort vier Millionen Euro Ablöse zahlen. Wir haben den Spieler am Ende 500.000 Euro billiger bekommen. Das ist ein Erfolg“, sagte der 55-Jährige und bestätigte, dass er Vlado Lemic, einen weiteren Spielerberater, zu den Verhandlungen hinzugezogen hat. „Auf dem Markt in Kroatien kennt er sich bestens aus. Seine Kenntnisse und Informationen habe ich mir zunutze gemacht. Das ist ganz normal“, sagte Arnesen.

Am Dienstag beschäftigte sich der Aufsichtsrat des HSV in einer rund vierstündigen Sitzung mit den Vorwürfen gegen Arnesen. Der Däne hatte bei dem Gespräch, wie auch das oberste Kontrollgremium des Klubs, einen Anwalt hinzugezogen. Nach der Sitzung sprach der Aufsichtsrat Arnesen das Vertrauen aus.

Das ist jedoch nicht die erste Kritik an Arnesens Transferbemühungen.

sid

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