Vorsichtige Entwarnung bei Muamba

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Fabrice Muamba zeigte nach Angabe der Ärzte "leichte Anzeichen einer Verbesserung".

London - Fußball-Profi Fabrice Muamba vom englischen Premier-League-Klub Bolton Wanderers befindet sich zwei Tage nach seinem Herzstillstand auf dem Spielfeld offenbar auf dem Weg der Besserung.

„Sein Herz schlägt nun ohne medizinische Hilfe und er bewegt auch seine Arme und Beine“, teilte sein Verein Bolton Wanderers am Montag auf der Club-Homepage mit und sprach von „kleinen Zeichen der Besserung“. Nach Aussagen eines Freundes könne Muamba außerdem wieder sprechen. „Er gibt einige wenige Worte in Englisch und Französisch von sich, was besser ist als nichts“, wurde Muambas Freund Curtis Codrington am Montag übereinstimmend in englischen Medien zitiert.

Der 23-Jährige war am Samstag in der 41. Minute des Viertelfinalspiels im FA-Cup bei den Tottenham Hotspur ohne Fremdeinwirkung auf dem Spielfeld zusammengebrochen und anschließend nach einem Herzstillstand wiederbelebt worden. Die Begegnung wurde daraufhin beim Stande von 1:1 abgebrochen.

Darüber hinaus bedankte sich der Klub im Namen der Familie bei den Medien, die bisher mit großem Respekt die Privatsphäre gewahrt hätten. Weltweit hatte der Vorfall eine Welle der Anteilnahme ausgelöst.

„Ich bedanke mich für alle Wünsche und aufmunternden Worte. Wo Leben ist, ist auch Hoffnung“, teilte Muambas Verlobte Shauna, Mutter des drei Jahre alten gemeinsamen Sohnes Joshua, via Twitter mit.

Van der Vaart: Muamba-Kollaps "Tiefpunkt in meiner Karriere"

Rafael van der Vaart von Tottenham Hotspur beschreibt Fabrice Muambas Herzstillstand, den er auf dem Platz miterlebt hat, als “absoluten Tiefpunkt in meiner Fußball-Karriere“. “Es war einfach furchtbar, so einen jungen Spieler auf dem Boden um sein Leben kämpfen zu sehen“, sagte der niederländische Nationalspieler und Ex-HSV-Profi am Montag in London.

“Ich stand ungefähr zehn Meter von ihm entfernt, aber ich habe ihn nicht fallen sehen. Es ist hinter meinem Rücken passiert, aber als ich mich umdrehte, wusste ich sofort, dass es nicht gut um ihn steht“, sagte der 29 Jahre alte Mittelfeld-Regisseur weiter. “Zu diesem Zeitpunkt hat alle Spieler auf dem Feld die Panik erfasst.“

SID/dpa

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