Voodoo-Priester fordert Zeremonien im Fußball

Vogan - Der oberste Voodoo-Priester von Togo hat den Fußballverband seines Landes dazu aufgefordert, traditionelle Zeremonien abzuhalten. Er nennt das Böse beim Namen.

Dadurch würden die bösen Geister vertrieben, die angeblich über dem Fußballsport in Togo liegen. „Es ist Egoun (der Gott des gewaltsamen Todes), den wir bekämpfen und verscheuchen müssen. Wenn die Verantwortlichen des Verbandes dies nicht tun, wird der togolesische Fußball ewig diese Probleme haben“, sagte Togbui Gnagblondjro III. zu AFP.

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Der togolesische Fußball musste in den vergangenen Jahren einige tragische Vorfälle verkraften. 2007 starben 13 Delegierte des Verbandes bei einem Helikopterabsturz. Während des Afrika-Cups 2010 in Angola kamen zwei Mitglieder des Nationalteams ums Leben, als bewaffnete Separatisten den Mannschaftsbus auf dem Weg zum Stadion beschossen hatten. Im November 2011 fing ein Bus des togolesischen Erstligisten Etoile Filante nach einem Unfall Feuer. Bei dem Unglück wurden sechs Menschen getötet und weitere 26 verletzt.

„Die Energien der Toten verfolgen uns immer noch. Sie starben für eine nationale Sache und bisher hat niemand etwas getan, um ihren Seelen Ruhe zu geben“, sagte der Voodoo-Priester.

sid

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