Bundesliga am Sonntag

VfL unter Druck: Richtungsweisendes Nord-Duell in Bremen

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Trainer Martin Schmidt steht mit dem VfL Wolfsburg unter Druck. Foto: Ina Fassbender

Bremen (dpa) - Der hochambitionierte VfL Wolfsburg steht mal wieder stark unter Druck. Eine Niederlage am Sonntag (18.00 Uhr) beim abstiegsbedrohten Nord-Konkurrenten Werder Bremen würde die Niedersachsen wieder tief in den Abstiegsstrudel der Fußball-Bundesliga ziehen.

Die Hanseaten wären bei einem Erfolg auf einen Punkt dran am VfL. "Wir führen dem Team auf jeden Fall vor Augen, wo wir stehen", sagte Wolfsburgs Trainer Martin Schmidt.

Seine Mannschaft zeigte allerdings zuletzt wieder einmal wenig Biss. Gegen den VfB Stuttgart (1:1) gaben die Wolfsburger leichtfertig eine Führung her. Beim Aus im DFB-Pokal beim FC Schalke 04 (0:1) stand eine harmlose Elf auf dem Rasen. "Ich finde es aber noch zu früh zu sagen, dass es jetzt 13 Endspiele sind. Wir müssen auch eine gewisse Ruhe bewahren. Wenn man Angst bei den Spielern auslöst, blockiert man die Köpfe", erklärte Schmidt.

Zu den schwachen Auftritt gesellt sich auch noch Verletzungspech. Neben den Langzeitverletzten Ignacio Camacho, Jakub Blaszczykowski, John Anthony Brooks und Felix Uduokhai fehlen in Bremen auch Marcel Tisserand und Yannick Gerhardt. "Dass insgesamt eine halbe Stammelf nicht dabei ist, trifft uns hart", monierte der VfL-Coach.

Auch die Bremer flogen unter der Woche aus dem DFB-Pokal. Doch Werder zeigte beim 2:4 nach Verlängerung bei Bayer Leverkusen einen starken Auftritt. Dementsprechend selbstbewusst geht die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt in die Partie. "Das Pokal-Ergebnis spielt keine Rolle mehr, die spielerische Leistung kannst du nicht löschen. Wir funktionieren als Team sehr gut, in der Kabine und auf dem Platz." 

Allerdings gab es kurz vor dem richtungsweisenden Duell mal wieder ein Störfeuer an der Weser. Weil er nach Vereinsangaben im Pariser Schneechaos feststeckt, fehlt Ishak Belfodil den Bremern am Sonntag. Der Algerier sei am trainingsfreien Donnerstag aus familiären Gründen in die französische Hauptstadt gereist. Weil in Paris der Winter ausgebrochen ist, konnte der 26 Jahre alte Angreifer bislang nicht nach Bremen zurückkehren, teilte Werder am Samstag mit.

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