VfB: Bicakcic verletzt - Labbadia: Keine Panik-Transfers

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Fußball DFB-Pokal 1. Runde: SV Wehen Wiesbaden gegen VfB Stuttgart

Wiesbaden - Die Pokal-Hürde ist genommen, aber das Verletzungspech verfolgt den VfB Stuttgart weiter. Beim 2:1 in Wiesbaden erwischte es den Ersatz-Innenverteidiger Ermin Bicakcic am linken Knie.

Der Freude über den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals folgte der Ärger über den nächsten personellen Rückschlag in der Abwehr: Nach Kapitän Matthieu Delpierre, Serdar Tasci und Georg Niedermeier verletzte sich beim 2:1 (1:1) gegen den SV Wehen Wiesbaden auch noch Defensiv-Youngster Ermin Bicakcic. Der 21-Jährige hat sich das Innenband nahezu komplett abgerissen und fällt damit sechs bis acht Wochen aus.

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„In erster Linie überwiegt momentan bei mir die Enttäuschung über die Verletzung. Auch wenn ich mich freue, dass ich der Mannschaft mit meinem Tor helfen konnte“, sagte Bicakcic, der in der 5. Minute das 1:0 für das Team von Trainer Bruno Labbadia erzielt hatte. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch einen von Wehens Zlatko Janjic verwandeltern Foulelfmeter (28.) hatte Zdravko Kuzmanovic den VfB in die nächste Pokalrunde geschossen.

Doch großer Jubel über zusätzliche Einnahmen in Höhe von 250.000 Euro blieb beim dreimaligen Pokalsieger aus, denn die Schwaben haben eine Woche vor dem Saisonauftakt gegen Schalke 04 ein veritables Problem in der Innenverteidigung. Trotz der Verletzung von Bicakcic will VfB-Trainer Bruno Labbadia auf dem Transfermarkt aber zunächst aktiv werden.

„Das Verletzungspech in unserer Defensive ist schon ein Problem, aber ich kann ja schlecht Verteidiger auf Vorrat kaufen. Wir haben erst Maza dazugeholt, und obwohl er noch nicht so lange bei uns ist, hat er hat seine Sache sehr gut gemacht“, sagte Labbadia, der noch leichte Hoffnungen hat, dass zumindest Ex-Nationalspieler Tasci (Oberschenkelverhärtung) bis zum Spiel gegen Pokalsieger Schalke wieder fit wird.

Abwehrchef Delpierre wird dagegen ganz gewiss nicht auflaufen können. Das schmerzt den VfB. Der 30-Jährige hatte bereits im Mai bei Sprinttests einen Muskelabriss im linken Oberschenkelstrecker erlitten und musste operiert werden. „Es kann sein, dass er im Oktober oder November wiederkommt. Aber es kann auch sein, dass er die ganze Hinrunde ausfällt“, sagte Labbadia.

Während die personelle Lage in der Defensive dem VfB-Trainer einige Sorgenfalten auf die Stirn treibt, war er mit der Offensive um den schnellen Martin Harnik und Spielgestalter Tamas Hajnal schon recht zufrieden. Nur die mangelnde Chancenauswertung war trotz der Treffer von Bicakcic und Kuzmanovic zu kritisieren, auch wenn Labbadia nach dem wichtigen Sieg im ersten Pflichtspiel der Saison hervorhob: „Wir haben gezeigt, dass wir uns Chancen erspielen. Wenn die Bundesliga losgeht, werden wir sie auch nutzen.“

dpa

 

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