96 verpasst Sieg trotz zweimaliger Führung

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Hannovers Karim Haggui jubelt nach dem 2:1 durch Sergio Pinto.

Hannover - Hannover 96 hat einen großen Schritt Richtung K.o.-Runde in der Europa League leichtfertig verpasst.

Die Niedersachsen kamen trotz zweimaliger Führung gegen den dänischen Meister FC Kopenhagen nicht über ein 2:2 (1:0) hinaus und verfehlten den möglichen Sprung an die Tabellenspitze der Gruppe B.

Christian Pander (29.) hatte für Hannover mit einem wunderbaren Schlenzer aus 25 Metern das 1:0 erzielt, ehe Dame N'Doye in der 67. Minute den Ausgleich für die Gäste markierte. Nach der erneuten Führung durch Sergio Pinto (81.) glich Cesar Santin für die Gäste in der 89. Minute erneut aus.

„Das war besonders ärgerlich, das war eine gute Chance, den ersten Heimsieg in der Europa League einzufahren“, sagte Hannovers Trainer Mirko Slomka: „Aber so eine erfahrene Mannschaft wie Kopenhagen setzt sich in der Schlussphase halt noch einmal vorne fest. Wir waren aber die bessere Mannschaft und hatten die besseren Möglichkeiten.“

In der hektischen Schlussphase hatte Hannover schon vor dem Tor durch Pinto sogar noch um einen Punkt zittern müssen, denn vor seinem Siegtreffer hatte der Deutsch-Portugiese großes Glück: In der 71. Minute landete Pintos missglückter Klärungsversuch an der Latte (77.) des eigenen Tores.

Vor 43.100 Zuschauern begann 96 sehr offensiv und war drückend überlegen, verpasste es aber frühzeitig den Sack zuzumachen. Wie gewohnt machte Hannover geschickt die Räume eng und entwickelte auch viel Druck, ohne allerdings die nötige Kreativität zu entwickeln, um die tief stehende Abwehr der Dänen zu überlisten. Erst ein krasser Fehlpass von Claudemir in der Vorwärtsbewegung direkt in den Fuß von Pander ermöglichte den Gastgebern, die bis dahin wenige zwingende Torchancen hatten, die Führung. Der Mittelfeldspieler nahm genau Maß und zirkelte den Ball in die linke Torecke.

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Schon vorher hatte der Mittelfeldspieler aus rund 20 Metern (7. und 27.) die Führung zweimal nur knapp verpasst. Zudem vergaben Didier Ya Konan und Jan Schlaudraff, dessen Einsatz wegen Problemen an der Patellasehne lange unklar gewesen war, große Gelegenheiten zu einer beruhigenden Führung. Ya Konan drosch den Ball aus 22 Metern nur knapp am Tor vorbei (41.). Schlaudraff scheiterte nur eine Minute später nach einem schönen Solo mit einem Lupfer an Johan Wiland im Tor der Gäste.

Kopenhagen auf der anderen Seite investierte lange wenig bis gar nichts in die Partie und schaffte es kaum einmal vor das Tor von Ron-Robert Zieler, der bei beiden Gegentreffern nicht gut aussah. Der Ausgleich fiel dann aus heiterem Himmel. Stürmer Dame N'Doye, vor dem Slomka vor der Partie eindringlich gewarnt hatte, stieg nach einer Ecke am höchsten und traf per Kopf, bevor es in der Schlussphase richtig hektisch wurde.

Die Partie gegen Kopenhagen war für die Niedersachsen der Start in richtungweisende Wochen. In drei Tagen folgt der Bundesliga-Hit gegen den Tabellenführer Bayern München. Danach warten im DFB-Pokal Mainz 05 und wieder in der Liga der Zweite Borussia Mönchengladbach.

Bei Hannover überzeugten Pander und Lars Stindl, Kopenhagen hatte in Keeper Wiland seinen Besten.

sid

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