Frankfurt feiert dritten Sieg

HSV verliert auch mit van der Vaart

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Rafael van der Vaart

Frankfurt/Main - Auch Rafael van der Vaart hat den Absturz des Hamburger SV nicht stoppen können. Eintracht Frankfurt feierte gegen die Hanseaten seinen dritten Saisonsieg.

Hoffnungsträger Rafael van der Vaart sank enttäuscht in die Knie und schüttelte immer wieder den Kopf. Doch nur wenige Minuten nach der bitteren 2:3 (1: 2)-Niederlage des Hamburger SV bei Eintracht Frankfurt blickte der niederländische Fußball-Nationalspieler optimistisch in die Zukunft. „Wenn man Angst hat, fallen die Gegentore. Die ersten 20 Minuten haben wir sehr schlecht gespielt. Nach den Gegentreffern wurden wir besser. Dann war es teilweise richtig gut. Wir müssen jetzt richtig arbeiten. Zusammen schaffen wir das“, sagte van der Vaart nach seinem Bundesliga-Comeback nach vier Jahren und vier Monaten.

Die Gegenwart der Hanseaten sieht aber trist aus. Drei Spiele, drei Niederlagen, 2:6 Tore, Tabellenplatz 17 - auch van der Vaart hat den freien Fall nicht gestoppt. Zuletzt verlor der Bundesliga-Dino in der Saison 1972/73 dreimal zum Auftakt.

Takashi Inui (13.), Olivier Occean (18.) und Stefan Aigner (52.) profitierten vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften WM-Arena bei ihren Treffern von groben Abwehrschnitzern der Hanseaten. Heiko Westermann (45.) und Heung-Min Song (63.) erzielten immerhin die ersten Saisontore der Gäste. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit sah der Hamburger Petr Jiracek nach einem groben Foulspiel zudem die Rote Karte.

Die Eintracht setzte hingegen mit ihrem ersten Bundesligaerfolg gegen die Hamburger nach zuletzt sieben erfolglosen Versuchen ihren Traumstart mit nun drei Siegen in Folge fort und rückte wieder auf den zweiten Tabellenplatz hinter Rekordmeister Bayern München vor. „Am Ende wurde es noch einmal eng. Wir sind noch nicht so weit wie die Bayern, die so ein Spiel locker nach Hause bringen“, meinte Bastian Oczipka.

Angetrieben von einem starken Inui spielten die Hessen von Beginn an mutig nach vorne. Der Japaner vergab auch die erste Torchance der Partie (2.). Im Gegenzug hatte van der Vaart, der für 13 Millionen Euro von Tottenham Hotspur zu den Norddeutschen zurückgekehrt war, seinen ersten Auftritt. Doch sein Weitschuss stellte den starken Eintracht-Keeper Kevin Trapp vor keine Probleme. Auf der Gegenseite nutzte Inui einen Abwehrfehler von Rechtsverteidiger Jeffrey Bruma und schlenzte den Ball zur Führung ins Netz.

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Kurz darauf zeigte van der Vaart seine Klasse, als Trapp einen Freistoß des Niederländers nur mit Mühe über die Latte lenkte (15. ). Doch Frankfurt blieb die bessere Mannschaft und spielte schwungvoll nach vorne. Zudem zeigte sich der Aufsteiger cleverer im Abschluss. Occean profitierte bei seinem Treffer nach einem Eckball erneut von der kollektiven Verwirrung in der Hintermannschaft des HSV.

Nach rund einer halben Stunde erlöste HSV-Trainer Thorsten Fink den überforderten Verteidiger Michael Mancienne und brachte Dennis Diekmeier in die Partie, der für den fehlerhaften Bruma rechts in die Viererkette rückte. Am Spielverlauf änderte sich zunächst wenig. Alex Meier hatte den dritten Eintracht-Treffer auf dem Fuß (43.).

Wie aus dem Nichts kam der HSV dann zurück in die Partie. Westermann traf kurz vor dem Seitenwechsel nach einem Eckball zum Anschluss. Doch nur Sekunden später mussten die Hanseaten den nächsten Nackenschlag einstecken. Jiracek sah nach einem groben Foulspiel die Rote Karte. Zudem schickte Schiedsrichter Wolfgang Start (Ergolding) HSV-Coach Fink wegen Meckerns auf die Tribüne.

Auch im zweiten Durchgang änderte sich am Spielverlauf wenig. Die Hamburger waren kaum zu sehen, die Hessen dominierten die Partie mit viel Ballbesitz. Der dritte Eintracht-Treffer durch Aigner war nur folgerichtig.

Danach spielte die Eintracht wie aufgedreht, verpasste es aber mit einem weiteren Treffer für die Vorentscheidung zu sorgen. So machte Son die Partie mit seinem Treffer wieder spannend.

In der 74. Minute vergab Diekmeier die Riesenchance zum Ausgleich, als er freistehend an Trapp scheiterte. Insgesamt bot der HSV aber zu wenig. Van der Vaart war im zweiten Durchgang bis auf seine Vorlage zum 2:3 untergetaucht.

Beste Akteure einer starken Eintracht waren die Torschützen Inui und Aigner, sowie Torhüter Trapp. Bei den Hamburgern überzeugten mit Abstrichen Son und Neuzugang Milan Badelj.

sid

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