Vereinsaustritte bei Werder wegen Sponsor

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Klaus Filbry (l-r), Geschäftsführer Marketing und Finanzen Werder Bremen, Ralf Koslowski, Manager des Sportvermarkters Infront Germany GmbH, Wiesenhof-Geschäftsführer für Marketing Ingo Stryck und Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs halten am Montag nach einer Pressekonferenz zur Vorstellung des neuen Hauptsponsors Wiesenhof das neue Trikot in den Händen.

Bremen  - Der umstrittene neue Hauptsponsor von Werder Bremen hat beim Bundesligisten zu einigen Austritten von Mitgliedern geführt.

Dies bestätigte Geschäftsführer Klaus Filbry am Montag. „Es ist richtig, dass es die Austritte gegeben hat. Wir als Geschäftsführung werden mit jedem, der gegangen ist, den Dialog suchen“, kündigte Filbry an. Wie viele ihren Mitgliedsausweis zurückgegeben haben, teilte er nicht mit.

Zusammen mit Clubchef Klaus Allofs erläuterte Filbry am Montag auf einer Pressekonferenz die Hintergründe des Deals mit dem Geflügelfabrikanten Wiesenhof, der unbestätigten Medienberichten zufolge bis zu sechs Millionen Euro pro Jahr bringen soll. Tierschützer und Fans hatten wegen der Zusammenarbeit für die kommenden zwei Jahre massiv Kritik geäußert. Wiesenhof wird von Tierschützern unter anderem Tierquälerei vorgeworfen.

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Allofs bezeichnete den Sponsorenvertrag als „mutig für beide Seiten“ und ließ erkennen, dass im Verein kontrovers diskutiert worden sei. Offensichtlich war das umstrittene Engagement von Wiesenhof auch innerhalb der Mannschaft Thema. „Den Spielern ist das nicht egal. Wir bieten den Spielern an, sich vor Ort anzuschauen, wofür sie Werbung machen“, sagte Allofs.

Demnach habe auch die Geschäftsführung die niedersächsischen Produktionsstätten besucht. „Wir haben uns vor Ort überzeugt. Da hatten wir einen sehr guten Eindruck. Deshalb können wir auch zu der Partnerschaft stehen“, sagte Allofs.

dpa

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