"Krimineller Akt": 40 Verletzte bei Hallentrunier in Hamburg

Hamburg - Der zweite Tag des Hallenfußballturniers in Hamburg-Winterhude ist nach den gewaltsamen Ausschreitungen vom Freitagabend abgesagt worden.

Während der Fan-Ausschreitungen beim Hamburger Hallenturnier am Freitagabend sind nach neuesten Polizeiangaben vom Samstag rund 90 Menschen verletzt worden. 40 von ihnen erlitten durch den Einsatz von Pfefferspray Augenreizungen, 38 Personen und elf Polizisten wurden bei Ausschreitungen verletzt. Insgesamt 74 Randalierer wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen worden, davon 72 Anhänger des Zweitligisten FC St. Pauli. Zwei Rowdys wurden festgenommen. Beteiligt waren auch Fans des Regionalligisten VfB Lübeck sowie Berichten zufolge auch Anhänger des nicht-teilnehmenden Hamburger SV.

Die Veranstalter hatten den zweiten Turniertag abgesagt und gehen inzwischen von organisierter Randale aus. “Das war ein krimineller Akt, das war vorbereitet. Die Chaoten waren offensichtlich verabredet“, sagte Mitorganisator Peter Sander am Samstag der Nachrichtenagentur dpa. Veranstaltungschef Wolfgang Engelmann sprach mit Blick auf die Ereignisse im Sender Sky Sport News sogar von “organisierter Kriminalität“. Engelmann räumte allerdings auch ein, dass in der Alsterdorfer Sporthalle die Trennung rivalisierender Fan-Gruppen kaum möglich sei.

dpa

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