Unsere Mädels sind da! Ankunft der DFB-Damen

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Nadine Angerer (vorn), Saskia Bartusiak und  Inka Grings

Berlin - Die DFB-Damen sind am Dienstag am Teamhotel angekommen. Bundestrainerin Silvia Neid zeigt sich vor dem WM-Start optimistisch.

Völlig entspannt sei sie derzeit noch und auch ihr Team brauche keinen Psychologen, um Mut zuzusprechen. “Wir brauchen ihn höchstens um die Uhr vorzudrehen“, sagte Bundestrainerin Silvia Neid, die ihren Vertrag bis 2016 verlängert hat. Am Sonntag (18 Uhr) trifft Deutschland im Auftaktmatch vor knapp 74.000 Zuschauern (ausverkauft) im Berliner Olympiastadion auf Kanada - und das bestens vorbereitet.

Kein anderes Team genoss in den Monaten vor dem Turnier solch perfekte Rahmenbedingungen. Langsam steigt auch das Interesse der Öffentlichkeit, rund um das Olympiastadion hat der Weltfußballverband FIFA jede Straßenlaterne beflaggt. “Es sind jetzt mehr als 700.000 Karten verkauft. Der Frauenfußball ist sportlich, sozial und gesellschaftlich ein wunderbares Produkt, für das man sich begeistern kann“, sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger.

“Es ist ein Entwicklungsturnier. Vergleiche mit dem Männer-Fußball sind unzulässig. Es geht auch um die gesellschaftliche Anerkennung aus vielen Bereichen, die dem Frauenfußball in der Vergangenheit eher skeptisch gegenüber gestanden haben. Wenn das erreicht wird, dann ist das für mich persönlich ein Sommermärchen.“

Keine Fans vor dem Team-Hotel

Zwanziger, der beim DFB als “Frauenversteher“ und größter Förderer des Frauenfußballs gilt, hat bereits den WM-Glücksbringer in der Jackentasche. “In China 2007 war mir ein kleines Medaillon ans Herz gewachsen, das habe ich im WM-Finale gegen Brasilien ganz, ganz fest in meiner Hand gerieben. Es ist jetzt wieder aktiviert“, verriet der DFB-Präsident, während er in seinem Jackett kramte. Zeigen wollte er den Talisman aber nicht.

Während Zwanziger und Neid vor den noch nicht ganz gefüllten Stuhlreihen im Medienzentrum sprachen, versammelte sich die Mannschaft nach vier freien Tagen im noblen Grand Hotel Esplanade am Berliner Lützowufer. Keine Fans, keine Kameras waren dort am Nachmittag zu sehen. Zwei Sicherheitsmänner bewachten den Hoteleingang, flankiert von acht überlebensgroßen Teamtrikots. Mit dem orangefarbenen Team-Bus der FIFA ging es am frühen Abend zum ersten öffentlichen Training in den Olympiapark. Die Mission Titelverteidigung hat begonnen.

dapd

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