KSC erkämpft remis - Union schießt Dresden ab

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Der Berliner Simon Terodde (M. l.) jubelt nach seinem Treffer zum 4:0 in der 76. Minute mit seinem Teamkollegen Michael Parensen (daneben r).

Braunschweig - Der Karlsruher SC hat im Abstiegskampf der 2. Bundesliga einen wichtigen Auswärtspunkt erkämpft, Dynamo Dresden auf dem Weg ins gesicherte Mittelfeld dagegen einen herben Rückschlag kassiert.

Während der KSC eine Woche nach dem ersten Sieg unter Trainer Jörn Andersen (2: 1 gegen Aue) bei Eintracht Braunschweig ein 0:0 erreichte und den Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz zunächst auf zwei Zähler verringerte, gerieten die Dresdner bei Union Berlin mit 0:4 (0:1) unter die Räder. Nach zuvor vier Spielen ohne Niederlage versäumte es Dynamo, sich möglicherweise vorentscheidend von den Abstiegsrängen abzusetzen.

Christopher Quiring (45., Handelfmeter) sorgte für das Führungstor der Berliner, die nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge wieder dreifach punkten konnten. Simon Terodde (66./76.) und John Jairo Mosquera (59.) machten vor 18.432 Zuschauern in der ausverkauften Alten Försterei mit ihren Treffern alles klar.

Dem 1. FC Union, der mit 34 Punkten weiterhin den siebten Tabellenplatz belegt, gelang damit eindrucksvoll die Revanche für die 0:4-Hinspielpleite in Dresden. Im 54. Ostduell gegen Dresden war es der zwölfte Union-Sieg bei 15 Unentschieden und 27 Niederlagen.

Die Berliner diktierten über weite Strecken das Geschehen und überbrückten mit schnellen Kombinationen das Mittelfeld. Die Führung nach 45 Minuten war durchaus verdient. Dynamo kam nicht wie gewohnt zum Zug, hatte Probleme im Spielaufbau und konnte die Union-Abwehr kaum einmal in Gefahr bringen.

Auch in der zweiten Halbzeit blieben die Eisernen am Drücker. Union hatte das Spiel mit viel Laufbereitschaft und flüssigen Kombinationen im Griff.

Die größte Chance auf den Sieg in Braunschweig verpasste Eintrachts Dominick Kumbela, der in der 57. Minute mit einem Foulelfmeter an KSC-Torwart Dirk Orlishausen scheiterte. Norman Theuerkauf traf zudem schon vor der Pause mit einem Freistoß aus 20 Metern nur das Lattenkreuz (14.).

Aber auch der KSC, der vor dem Sieg in Aue fünf Niederlagen in Folge kassiert hatte, vergab vor 18.000 Zuschauern gute Möglichkeiten zur Führung. Pascal Groß (23.) verfehlte das Ziel aus kurzer Distanz aber ebenso wie sieben Minuten später Christian Timm. Nach der Pause erhöhte Braunschweig den Druck, aber eine gute Viertelstunde nach Kumbelas Fehlschuss ging auch den Gastgebern die Puste aus.

SID

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