Hoeneß ist sauer auf Vidal

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Bayern-Präsident Uli Hoeneß.

München - Der unmittelbar bevorstehende Wechsel von Arturo Vidal zu Juventus Turin hat Uli Hoeneß in Rage gebracht.

 Verstimmt und mit harscher Kritik reagierte der Präsident des FC Bayern München auf die Ankündigung des Chilenen, er werde in der kommenden Saison für den italienischen Rekordmeister spielen. “Da wurde ein Wort gebrochen“, sagte Hoeneß im Online-Portal der “Bild“-Zeitung, “aber ich habe auf das Wort auch nicht viel gegeben. Da war ein südamerikanischer Spielervermittler involviert. Ich hatte also keine große Hoffnung, dass da Worte noch etwas zählen“.

Der Profi von Bayer Leverkusen stand angeblich beim FC Bayern im Wort. Spätestens bei Vertragsende 2012 wollte er nach München wechseln. Bayern-Trainer Jupp Heynckes, der Vidal in Leverkusen betreut hatte, war davon ausgegangen, dass Vidal zu den Bayern kommt.

Hoeneß wirft Vidal indirekt vor, dass Geld mehr für ihn zählt als sein Versprechen. “Vidals Worte pro Bayern sind schon wieder 14 Tage her. In der Zwischenzeit sind einige Gelder über den Tisch geflossen, das verändert die Gefechtslage“, sagte er.

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Sportlich wird den Bayern der Chilene aber nicht allzu sehr fehlen, glaubt Hoeneß. “Das Wohl und Wehe des FC Bayern hängt nicht von Arturo Vidal ab“, sagte der Bayern-Präsident am Rande der Pressekonferenz der Bayern-Basketballer am Donnerstag in München: “Man braucht schon ein großes Rückgrat, um ein Jahr bei Bayer Leverkusen zu spielen mit der Aussage: Ich gehe zum FC Bayern. Und dieses Rückgrat habe ich dem Spieler nicht zugetraut“.

Auch für Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger ist Vidals Wechsel nach Italien kein Problem. “Unser Mittelfeld ist top besetzt und genügt höchsten Ansprüchen“, sagte er auf der Vereins-Homepage.

dpa

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