CL-Freilos für S04?

UEFA schließt Schalke-Gegner Charkow aus

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Schock für die Metalist-Fans: Ihr Verein darf nicht am Europapokal teilnehmen.

Nyon - Metalist Charkow ist von der UEFA für die Europapokal-Wettbewerbe in dieser Saison ausgeschlossen worden. Doch was heißt das jetzt für Charkow-Gegner Schalke 04?

Fußball-Bundesligist Schalke 04 befand sich am Mittwoch in der Warteschleife. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte zwar den ukrainischen Vize-Meister Metalist Charkow, Gegner der Königsblauen in den Play-offs zur Champions League, von allen UEFA-Wettbewerben 2013/2014 ausgeschlossen, doch die Auswirkungen für Schalke blieben zunächst unklar. Kampfloses Weiterkommen oder Ersatzspiele in den Play-offs gegen PAOK Saloniki mit Ex-Trainer Huub Stevens - über diese Alternativen wurde vor allem diskutiert.

Im Laufe des Mittwochs sollte nach UEFA-Angaben das Dringlichkeits-Komitee, besetzt mit fünf Mitgliedern des Exekutivkomitees der UEFA, zusammentreten und die möglichen Konsequenzen für den Wettbewerb erörtern. Ein Duell mit Schalkes Jahrhunderttrainer Stevens hätte eine besondere Brisanz. Saloniki hatte in der dritten Qualifikationsrunde gegen Charkow (0:2 und 1:1) den Kürzeren gezogen.

Metalist indes hat noch die Möglichkeit, den Internationalen Sportgerichtshof CAS anzurufen. Die Entscheidung am Mittwochmittag fällt der UEFA-Berufungssenat.

Laut Auslosung hätten die Königsblauen am 21. und 27. August gegen Metalist antreten müssen. Schalke erwartete laut Pressesprecher Thomas Spiegel noch am Mittwoch eine Entscheidung der UEFA. Vorher wollte sich der Traditionsklub zum Sachverhalt nicht äußern. „Erst nach der endgültigen Entscheidung der UEFA kann der FC Schalke 04 über das weitere Vorgehen bezüglich der bereits verkauften Eintrittskarten beschließen“, teilte der Klub auf seiner Homepage mit.

Charkow stand unter Verdacht der indirekten oder direkten Manipulation eines Spiels. Sechs Akteure und ein Offizieller des Klubs wurden für drei bis fünf Jahre gesperrt, Metalist-Director Jewschen Krasnikow für fünf Jahre für alle Aktivitäten im Fußball aus dem Verkehr gezogen. Darüber hinaus waren Geldstrafen zwischen 7500 und 17.000 Euro verhängt worden. Angeblich war im April 2008 ein Punktspiel gegen Karpaty Lwiw (4:0) manipuliert worden. Die Sanktionen des Verbandes waren vom CAS bestätigt worden. Daraufhin erfolgte ein Strafverfahren der UEFA.

Für Schalke geht es um viel Geld, denn die Königsklasse ist auch in der Saison 2013/2014 ein Milliarden-Geschäft. Nach Angaben der UEFA belaufen sich die geschätzten Bruttoerträge aus Champions League und Supercup auf 1,34 Milliarden Euro. Die Summe wird damit genau auf dem Vorjahresniveau liegen.

Jede der 32 für die Gruppenphase qualifizierten Mannschaften bekommt für die Teilnahme garantierte 8,6 Millionen Euro. Für einen Sieg in der Gruppenphase wird zudem eine Million Euro gezahlt, 500.000 Euro gibt es für ein Unentschieden.

Der Einzug in die Gruppenphase der Champions League würde die Schalker mit garantierten Einnahmen von rund 20 Millionen Euro inklusive der Gelder aus dem Marktpool und dem Ticketverkauf finanziell auf jeden Fall enorm entlasten.

sid

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