UEFA: Niersbach wird Zwanziger-Nachfolger

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Theo Zwanziger (l.) mit Wolfgang Niersbach

Köln - Der designierte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach soll schon im kommenden Jahr Nachfolger des derzeitigen Verbands-Chefs Theo Zwanziger (66) in der Exekutive der UEFA werden.

„Ich kann versprechen, dass ich bis 2015 in der FIFA-Exekutive bleiben werde, wenn ich gesund bleibe; damit ist die kooptierte Mitgliedschaft in der UEFA verbunden, in deren Exekutive Wolfgang Niersbach im kommenden Jahr meine Nachfolge antreten soll“, sagte Zwanziger im Doppelinterview mit dem DFB-Ehrenpräsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder (78) im "kicker".

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Am kommenden Freitag wird der 61-jährige Niersbach, bislang Generalsekretär des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), auf dem Außerordentlichen DFB-Bundestag in Frankfurt/Main zum neuen DFB-Boss gekürt.

Zwanziger machte nochmals deutlich, dass er nach den jüngsten Korruptionsskandalen Reformen im Weltverband durchsetzen möchte: „Als Vorsitzender der Kommission zur Überarbeitung der Statuten strebe ich an, dass zum Beispiel die persönliche Integrität der Bewerber für einen Sitz in der Exekutive von einer unabhängigen Kommission untersucht wird. Es wird schwerer werden für Personen, die aus eigenwirtschaftlichem Interesse in solche Positionen kommen wollen.“

Zwanziger setzt sich weiter kritisch mit der Vergabe der WM-Endrunde 2022 an Katar auseinander. „Ich frage mich, was wäre, wenn das DFB-Präsidium auf einmal beschließen würde, das DFB-Pokal-Finale auf dem Sportplatz des VfL Altendiez auszutragen? Das wäre größenmäßig in der Relation in etwa mit 64 WM-Spielen in Katar vergleichbar. Als Altendiezer würde ich über eine solch unsinnige Entscheidung gewiss etwas schmunzeln, mich aber dennoch für Berlin entscheiden. Im Sinne des Fußballs“, sagte Zwanziger.

„MV“ ist allerdings skeptisch, was eine Neuvergabe der WM 2022 anbelangt. „Ich setze ein Fragezeichen, ob es Sinn macht, die Entscheidung zu revidieren. Das wäre als verkapptes Schuldeingeständnis zu werten.“ Mayer-Vorfelder betonte zudem, dass er an der Integrität des FIFA-Präsidenten Joseph S. Blatter keinen Zweifel habe: „Blatter wird zu Unrecht als Zielscheibe benutzt. Für ihn persönlich lege ich meine Hand ins Feuer.“

SID

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