UEFA: Mindestens eine Führungsfrau

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Theo Zwanziger (l.) findet die Entscheidung gut

Istanbul - Die Frauenquote erreicht den Fußball: Im Exekutivkomitee der UEFA muss künftig mindestens eine Frau vertreten sein. Die Vorreiterin steht bereits fest.

Diese Änderung der UEFA-Statuten hat am Donnerstag der 36. Kongress aller 53 Nationalverbände beschlossen. “Das ist eine gute Entscheidung“, kommentierte der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger. Der Jurist aus Altendiez bleibt nach seinem Ausscheiden beim Deutschen Fußball-Bund noch bis 2013 Mitglied der UEFA-Exekutive und stellte im Kongresszentrum von Istanbul die Reform der UEFA-Statuten vor.

So schön ist der Frauenfußball

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Dazu gehört auch die Schaffung eines neuen Rechtsorgans, einer Finanzkontrollkammer für Clubs (Club Financial Control Body/CFCB). Diese soll bei Verstößen gegen die Financial-Fair-Play-Regeln neue Sanktionen gegen Vereine verhängen können. So ist es in Zukunft möglich, auch Einnahmen aus UEFA-Wettbewerben einzubehalten, wenn Clubs die verschärften Finanz-Regeln nicht einhalten.

Als erste Frau wird nun die frühere norwegische Fußballspielerin Karen Espelund der UEFA-Exekutive angehören. Die 51-Jährige war bislang kooptiertes Mitglied ohne Stimmrecht und wird vom 1. Juni an dem Gremium als stimmberechtigte Funktionärin angehören.

dpa

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