Türkei-Skandal weitet sich aus

Istanbul - Der Manipulationsskandal im türkischen Fußball schlägt immer größere Wellen. Zwei weitere hochrangige Funktionäre sind verhaftet worden.

In Istanbul ist es am Sonntagabend zu schweren Fan-Krawallen gekommen. Zudem sind am Montag 26 weitere Personen, darunter der Präsident des Vizemeisters Trabzonspor, Sadri Sener, sowie der frühere Präsident des türkischen Verbandes, Mahmut Özgener, verhaftet worden.

Mehrere hundert Fans des türkischen Meisters Fenerbahce protestierten auf einer Brücke über dem Bosporus gegen die Inhaftierung des Klub-Präsidenten Aziz Yildirim. Die Polizei musste sogar Tränengas einsetzen, um den Mob auseinander zu treiben.

Während die Fans auf die Barrikaden gehen, rollt die Verhaftungswelle weiter. Nur wenige Tage nach der Inhaftierung des Fenerbahce-Präsidenten wurden nun auch Sener und Özgener von der Polizei im Zuge der mutmaßlichen Ergebnisabsprachen befragt. Dies berichten türkische Medien übereinstimmend.

Seit dem 3. Juli wurden rund 60 Personen festgenommen, darunter auch zwei Spieler des türkischen Meisters Fenerbahce, der Vizepräsident sowie der Finanzchef des Klubs. In der vergangenen Saison sollen 19 Partien der ersten und zweiten Liga manipuliert worden sein.

Am Ende sicherte sich Fenerbahce dank der besseren Tordifferenz gegenüber Trabzonspor den Meistertitel. Fenerbahce drohen die Aberkennung des Titels und der Zwangsabstieg in die 2. Liga.

Eine Entscheidung darüber wird bis Freitag erwartet. Dann endet die Nominierungsfrist der UEFA für die Klubs, die in der kommenden Spielzeit an den internationalen Wettbewerben teilnehmen werden.

sid

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