"Abscheuliche Hundetötungen" gehen weiter

Kiew - Laut dem Deutschen Tierschutzbund soll sich die Situation der ukrainischen Straßenhunde ein wenig verbessert haben. Trotzdem gehen die grausamen Tötungen weiter - auch ohne politische Rückendeckung.

Nach internationalen Protesten gegen das Töten von Straßenhunden in der Ukraine sieht der Deutsche Tierschutzbund eine allmähliche Verbesserung der Situation in der Ex-Sowjetrepublik. Er könne zwar “noch keine Entwarnung geben“, teilte Schutzbund-Chef Thomas Schröder nach Gesprächen in Kiew mit. In der Hauptstadt seien aber tierschutzgerechte Konzepte über die Fußball-Europameisterschaft 2012 hinaus möglich, betonte er nach einem Treffen mit Vize-Bürgermeister Alexander Mazurtschak. Das Töten habe “keine politische Rückendeckung mehr“. Landesweit gebe es aber in der Ukraine weiter “abscheuliche Hundetötungen“, beklagte Schröder.

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Die Verwaltung der ostukrainischen Industriestadt Donezk kündigte unterdessen an, ein Projekt zur Sterilisierung der Streuner auf den Weg zu bringen. “Das Programm soll über die Fußball-EM hinaus laufen“, sagte der Bürgermeister des EM-Austragungsortes Donezk, Alexander Lukjantschenko. Er kündigte zudem die Erweiterung des örtlichen Tierheims von derzeit 600 Plätzen auf mehr als 2000 Plätze bis März 2012 an. In der kommenden Woche sollen auch westliche Tierschutzexperten zum Erfahrungsaustausch nach Donezk reisen.

An dem Treffen in der ostukrainischen Stadt nahmen auch Maja Prinzessin von Hohenzollern vom Europäischen Tier- und Naturschutz-Verein sowie Vertreter der Foundation for Development of Ukraine teil. Der Fonds gehört dem einflussreichen Oligarchen und Präsidenten des Fußballclubs Schachtjor Donezk, Rinat Achmetow. Die französische Schauspielerin und Tierschützerin Brigitte Bardot habe ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt, hieß es.

dpa

Rubriklistenbild: © Symbolbild (dpa)

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