Trotz Bierhoff-Bedenken

Löw hat WM-Titel 2014 nicht abgeschrieben

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Joachim Löw (li.) hofft auf den WM-Titel 2014 in Brasilien.

Herzogenaurach - Trotz der skeptischen Aussagen von Teammanager Oliver Bierhoff glaubt Joachim Löw weiter an die deutsche Titelchance bei der Fußball-WM 2014 in Brasilien.

„Nach menschlichem Ermessen ist es wahnsinnig schwer. Aber wir werden alles dafür tun, um um den Titel mitzuspielen“, verkündete der Bundestrainer am Montag in Herzogenaurach. Zunächst einmal aber müsse man sich für das Turnier überhaupt qualifizieren, betonte Löw.

Bierhoff hatte am Sonntag mit einer recht düsteren Prognose für das Großereignis überrascht und einen WM-Gewinn von Deutschland und anderer europäischer Nationen wegen der schwierigen Logistik im Gastgeberland und der Turnierhistorie ohne europäischen WM-Sieger in Amerika praktisch ausgeschlossen.Löw verwies mehrfach darauf, dass Bierhoff das Wort „eigentlich“ benutzt habe. „Eigentlich“ habe auch niemand mit Griechenland 2004 als Europameister gerechnet, sagte Löw, um die aus seiner Sicht hypothetische Dimension der Bierhoff-Aussagen zu unterstreichen.

Löw warb zudem für mehr Gelassenheit in der Fußball-Szene. „Es ist ganz wichtig, ein bisschen Demut zu zeigen. Wir sind noch gar nicht qualifiziert. Nach der Auslosung beschäftigen wir uns vollumfänglich mit der WM“, sagte Löw vor dem Qualifikationsspiel am Dienstag gegen Kasachstan.

Die Qualität seines Teams steht für Löw außer Frage. „Aber es ist schon klar: Wir fahren als Mitfavorit zur WM, aber es gibt auch Argentinien, Brasilien und eine Reihe europäischer Mannschaften wie Spanien und Italien“, sagte Löw. Der Bundestrainer will im Juni erstmals selbst ins Gastgeberland reisen, um sich von den Bedingungen vor Ort ein Bild zu machen.

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dpa

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