Hat sich Balotelli aus EM-Kader gefoult?

Mario Balotelli steht wohl auch bei Italiens

Manchester - Skandalnudel Mario Balotelli muss womöglich um seine Teilnahme an der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) zittern.

Der exzentrische Stürmer des englischen Erstligisten Manchester City war am Sonntag bei der 0:1-Niederlage im Ligaspiel beim FC Arsenal mit einer Gelb-Roten-Karte des Feldes verwiesen worden. Nach einer weiteren Undiszipliniertheit droht dem Italiener, der in der Partie gegen die Gunners durch zahlreiche üble Foulspiele aufgefallen war, nun sogar die Verbannung aus dem Nationalteam.

„Ich möchte mich aufrichtig dafür entschuldigen, dass ich meinen Verein und Trainer Roberto Mancini enttäuscht habe“, sagte Balotelli der italienischen Nachrichtenagentur Ansa.

Sie bringen die Würze: Reizfiguren des Fußballs

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Zuvor hatte Citizens-Coach Mancini seinen erst 21 Jahre alten Landsmann nach der Partie in London scharf kritisiert. Mancini kündigte an, dass Balotelli in den restlichen Saisonspielen keine Rolle mehr spielen werde und im Sommer möglicherweise sogar zum Verkauf stehe.

Auch Italiens Nationaltrainer Cesare Prandelli denkt anscheinend über Konsequenzen nach. Bereits im Februar hatte Prandelli bei der 0:1-Niederlage im Test-Länderspiel gegen die USA aus disziplinarischen Gründen auf Balotelli verzichtet.

Tritt ohne Nachspiel

Mario Balotellis rüder Tritt zieht aber keine nachträgliche Sperre mit sich. Der englische Fußball-Verband FA begründete dies am Dienstag in London damit, dass das Tackling des Stürmers von Manchester City gegen Songs Knie in der 20. Minute von mindestens einem Mitglied des Schiedsrichtergespanns gesehen worden sei. Damit bleibt es bei der Tatsachenentscheidung und bei einer Drei-Spiele-Sperre, die Balotelli bei der 0:1-Pleite wegen seiner Gelb-Rote Karte (90.) aufgebrummt bekommt.

Für den Fall einer nachträglichen Ahndung seiner Attacke auf den Kameruner Mittelfeldspieler Song hätte dem 21-Jährigen insgesamt als Wiederholungstäter eine Verbannung von bis zu neun Premier-League-Partien gedroht. Der über Balotellis Disziplinlosigkeiten verärgerte City-Trainer Roberto Mancini hatte jedoch schon angekündigt, seinen italienischen Landsmann voraussichtlich an den verbleibenden sechs Spieltagen nicht mehr für den Tabellenzweiten einzusetzen und den exzentrischen Angreifer womöglich im Sommer zu verkaufen.

SID/dpa

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