Büskens, Olsen, di Matteo?

Schalker Trainersuche startet von vorne

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Horst Heldt will sich nicht an den spekulationen beteiligen.

Gelsenkirchen - Nach der Vertragsverlängerung von Armin Veh bei Eintracht Frankfurt beginnt die Trainerdiskussion bei Schalke 04 wieder von vorne. Alles scheint möglich...

Armin Veh widerstand dem Lockruf, Thomas Tuchel schwor Mainz 05 die Treue: Bei Schalke 04 ist die Trainerdiskussion vor dem Endspurt in der Bundesliga nach der Absage zweier hoch gehandelter Kandidaten wieder in vollem Gange. Eurofighter Mike Büskens wird dabei ebenso immer wieder ins Gespräch gebracht wie Roberto di Matteo. Der Name des dänischen Nationaltrainers Morten Olsen scheint ebenfalls in der Verlosung und auch ein Verbleib von Interimstrainer Jens Keller ist bei den Königsblauen längst nicht mehr ausgeschlossen.

Büskens bei Fans ganz oben auf der Liste

„Diese Region hier ist schon ein spezielles Umfeld. Im Ruhrgebiet wird eine Intensität gelebt, wie es sie nur selten auf der Welt gibt. Hier ist eine Nähe zwischen Verein, Mannschaft, Trainer und Fans vorhanden. Das ist auch Anforderungsprofil für einen Trainer auf Schalke“, sagte Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder bei Sky Sport News HD. Innerhalb der Mannschaft sei die Trainerfrage aber kein großes Thema: „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir in der Kabine jemals einen Namen diskutiert haben.“

Die Schalker Verantwortlichen halten sich nach der Vertragsverlängerung von Veh bei Eintracht Frankfurt bedeckt. „Es bleibt dabei, dass der FC Schalke 04 sich an keinen Namensspekulationen beteiligt. Wir werden erst etwas verkünden, wenn es eine Entscheidung gibt“, sagte Manager Horst Heldt, der mit Veh nach eigenen Angaben keine konkreten Vertragsgespräche geführt hat: „Ich habe mich lediglich mit ihm ausgetauscht, ob er sich grundsätzlich eine Zusammenarbeit auf Schalke vorstellen könne, falls er in Frankfurt nicht verlängern sollte.“

Da Veh einen neuen Einjahresvertrag bei den Hessen unterzeichnete, steht nun der Schalker Fan-Liebling Büskens weit oben auf der Liste. Der 45-Jährige war im Februar bei Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth beurlaubt worden, 2008 und 2009 war er bereits als Interimscoach bei Schalke tätig. Wegen seiner Vergangenheit sei es doch immer so, dass sein Name falle, sobald ein Trainer seine Arbeit auf Schalke beendet habe, hatte Büskens kurz nach seiner Demission in Fürth erklärt. Er habe aber nie seinen Hut in den Ring geworfen und nie versucht, sich zu positionieren. Das werde auch in Zukunft so sein, betonte der Schalker Ex-Profi.

Die schnellsten Trainerentlassungen seit 1999

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Heldt will offiziell erst einmal den restlichen Saisonverlauf abwarten. Als Fünfter kämpfen die Königsblauen derzeit um die erneute Qualifikation für die Champions League. Sollte das Saisonziel erreicht werden, hat Interimstrainer Keller gute Karten auf eine Weiterbeschäftigung. „Wir haben nie ausgeschlossen, dass Jens Keller auch über den 30. Juni hinaus unser Cheftrainer bleibt“, sagte Heldt: „Wir schauen erst einmal, wo wir in der Saison landen und dann werden wir eine Entscheidung treffen.“

Keller traut sich die Rolle zu. „Ich denke, man hat gesehen, dass ich etwas bewegt habe. Ich bin ein junger Trainer bei einem Champions-League-Verein, das ist ja nicht selbstverständlich. Warum sollte ich das abschreiben?“, sagte der 42-Jährige.

Konkurrenz für Keller droht aber nicht nur durch Büskens, sondern auch aus dem Ausland. Der 42-jährige di Matteo hatte den FC Chelsea im vergangenen Jahr zum lang ersehnten Champions-League-Triumph geführt. Nach seiner Entlassung ist er auf Jobsuche. Morten Olsen (63) würde Dänemark zwar gerne bei der WM 2014 in Brasilien betreuen, doch die Qualifikation des Europameisters von 1992 für die Endrunde ist stark gefährdet.

sid

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