"Ich bin überwältigt"

Frings-Abschied: Viele Tore und Emotionen

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Torsten Frings bekam ein überdimensioniertes Trikot geschenkt.

Bremen - Es war ein würdiges Abschiedsspiel für Torsten Frings. Zahlreiche Ex-Kollegen wie Ailton, Oliver Kahn oder Johan Micoud sorgten für ein großes Spektakel beim letzten Auftritt des ehemaligen Nationalspielers.

Mit vielen Toren und großen Emotionen hat der frühere Fußball-Nationalspieler Torsten Frings seine aktive Karriere endgültig beendet. „Ich bin überwältigt„, sagte ein sichtlich bewegter Frings nach seiner Auswechslung im Abschiedsspiel zwischen den Werder All-Stars und Frings&Friends (9:7) vor 40 000 Zuschauern im ausverkauften Bremer Weserstadion.

Kurz vor Spielbeginn wurde der 79-malige Nationalspieler Frings vom Werder-Vorstand offiziell für seine erfolgreiche Zeit bei den Norddeutschen geehrt. Klubpräsident Klaus-Dieter Fischer überreichte einen überdimensionalen Dress mit der Rückennummer 22, zusammengesetzt aus den Trikots, die Frings während seiner Profikarriere trug: Alemannia Aachen, Werder Bremen, Nationalmannschaft, Borussia Dortmund, Bayern München, FC Toronto.

Neben dem letzten Spiel des 79-fachen Nationalspielers war auch der erste öffentliche Auftritt des früheren Werder-Trainer Thomas Schaaf mit Spannung erwartet worden. Der ehemalige Bremer Coach wurde im Mai 2013 nach 14 Jahren Werder Bremen entlassen und saß für die Werder All-Stars erstmals wieder auf der Trainer-Bank. „Es kommen viele Erinnerungen hoch. Es ist schön, die ganzen Spieler wiederzusehen„, freute sich Schaaf. Auch Ziehsohn Frings bedankte sich beim 52-Jährigen und sagte: „Ohne ihn wäre ich nicht hier.“

Zahlreiche ehemalige Weggefährten wie der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matthäus, der langjährige Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack oder Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher sowie viele ehemalige Bremer Stars wie Johan Micoud, Ailton oder Marco Bode sorgten beim Frings-Abschiedsspiel für ein Fußball-Festival. Beste Torschützen waren Ailton und Frings mit Doppelpacks.

Exakt 90 Minuten vor dem Anpfiff hatten Ex-Werder-Trainer Thomas Schaaf und Frings die zu diesem Zeitpunkt noch spärlich gefüllte Arena betreten, lösten damit aber bei den wenigen treuen Fans in der Ostkurve wahre Jubelstürme aus. „Thomas war der erste Bremer, mit dem ich vor 16 Jahren vor meinem Wechsel zu Werder telefoniert habe. Dieser Wechsel war die beste Entscheidung meines Lebens“, sagte Frings.

Der WM-Teilnehmer von 2002 und 2006 absolvierte 402 Bundesligaspiele für Werder Bremen, Borussia Dortmund und Bayern München. Danach spielte der zweifache Familienvater noch für den FC Toronto. Der 36-Jährige ist aktuell Co-Trainer von Werders U23-Mannschaft und will in Kürze seinen Trainerschein machen.

dpa/SID

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