Einsatz von Tor-Held Diouf gefährdet

Hannover - Bundesligist Hannover 96 hat Glück im Unglück. Mame Diouf verletzte sich und traf trotzdem noch zum 2:2. Nachdem zuerst ein Bänderriss befürchtet wurde, gab es jetzt leichte Entwarnung.

Im Gesicht spiegelte sich mehr Schmerz als Freude. Unmittelbar nach dem kurzen Jubel über den Ausgleichstreffer humpelte Mame Diouf zur Bank. Es ging nicht mehr, das Sprunggelenk schmerzte zu sehr. Der Angreifer von Hannover 96 ließ sich auswechseln. Die erste Diagnose Bänderriss nach dem Spiel bestätigte sich zwar nicht ganz, dennoch droht erstmal ein Ausfall. Nach einer genaueren Untersuchung am Freitag in Hannover wurde nur ein Teilabriss des Außenbandes festgestellt. Ein Einsatz am Sonntag in Bremen ist unwahrscheinlich, sei “aber nicht ausgeschlossen“, hieß es.

“Er sollte nur noch den Ball über die Linie drücken, dann konnte er raus“, kommentierte 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke mit süß-saurer Miene: “Das hat er gemacht.“ Mit dem Treffer zum 2:2 (1:2) verschaffte Diouf den Niedersachsen eine gute Ausgangsposition im Europa-League-Achtelfinale gegen Standard Lüttich.

Es war ein kurioses Tor, denn Diouf hatte selber darauf gedrängt, trotz der Verletzung nach der Pause wieder aufzulaufen. “Wir waren uns nicht sicher, ob er weiterspielen kann“, berichtete Trainer Mirko Slomka von der Halbzeit-Diskussion. “Er hat signalisiert, dass er auf jeden Fall weitermachen will.“

dpa

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