Tönnies über Magath: "Da passte nix mehr"

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Übte noch einmal Kritik an Felix Magath: Schalke-Boss Clemens Tönnies

Gelsenkirchen - Clemens Tönnies ist froh, dass die Ära Felix Magath auf Schalke beendet ist. Er zeigt sich enttäuscht über den Menschen Magath und hofft auf eine ruhige Saison bei den Königsblauen.

Nach zwei turbulenten Jahren soll es beim DFB-Pokalsieger Schalke 04 endlich beschaulich zugehen. “Es darf kein Gerede mehr von der Meisterschale geben, kein 'Jetzt greifen wir die Bayern an!'. Wir möchten jetzt einfach mal in Ruhe arbeiten“, sagte Schalkes Vorstandsboss Clemens Tönnies in einem Interview mit dem Fachmagazin “kicker“. Die Königsblauen stürzten im zweiten Jahr von Trainer, Manager und Sportdirektor Felix Magath trotz massiver Aktivitäten auf dem Transfermarkt mit der Verpflichtung von Superstar Raul als Vizemeister auf den 14. Rang der Fußball-Bundesliga ab.

Das “Herausgeben von großen Zielen“ habe in der Vergangenheit nicht geholfen. Das lasse man jetzt, sagte Tönnies. Die Ära Magath beschrieb Tönnies wie folgt: “Magath hat für's erste Jahr eine positive Bilanz, in fast allen Bereichen. Und im zweiten Jahr eine sehr schlechte in vielen Bereichen. Er hatte ein tolles erstes Jahr, dann ist er in Urlaub gefahren und als völlig anderer Mensch wiedergekommen. Da passte nix mehr.“ Zum Bruch mit dem Coach sei es nicht zuletzt durch dessen Umgang mit Heldt gekommen, erklärte Fleisch-Unternehmer Tönnies.

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Nach einem schweren Jahr mit großen internen Querelen sieht Tönnies der Zukunft optimistisch entgegen. „Viele Gräben sind jetzt zugeschüttet“, sagte der 55-Jährige. Auch mit der Zusammenarbeit mit den Führungsfiguren Horst Heldt und Peter Peters ist er „hochzufrieden“. Das Kapitel Magath dürfte damit abgeschlossen sein. Ebenso wie der Fall Mesut Özil (Real Madrid), der ein „großes Missverständnis“ war.

Tönnies betonte, dass man mit Manager Horst Heldt und Trainer Ralf Rangnick weiter den Weg der Konsolidierung gehen werde. Man könnte in der kommenden Saison auch ohne die Einnahmen aus dem Europapokal auskommen, weil man eine “hervorragende Entwicklung im Bereich Marketing und Merchandising“ habe. Die Verbindlichkeiten des “Konzerns“ belaufen sich laut Tönnies auf 216 Millionen Euro, aber. “Wenn ich jedoch den Gegenwert sehe, den wir da haben, dann möchte ich diese Aktiva-Passiva-Rechnung mal quer durch die gesamte Liga machen. Da stehen wir nicht nur im Mittelfeld, sondern weiter oben“, sagte Tönnies.

sid/dapd

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