Thorsten Fink im Stress - Ehefrau soll helfen

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Thorsten Fink ist seit 15 Jahren mit Silke verheiratet - hier ein Foto aus dem Jahr 2000

Hamburg - Thorsten Fink tritt seinen neuen Trainerjob beim Hamburger SV an - und befindet sich im Stress. Er setzt auf die Hilfe seiner Gattin Silke.

Thorsten Fink hat zu tun. “Normalerweise habe ich Zeit, aber im Moment eher nicht“, sagt der Trainer der Nachrichtenagentur dapd, “es gibt viel zu organisieren. Und am Montag werde ich ja beim Hamburger SV vorgestellt.“ Sonntag soll er in Hamburg landen, das erste Training steht wahrscheinlich am Dienstag an, weil sie beim HSV am Tag nach einem Spiel nur auslaufen. Also schon mal Koffer packen, dies und das erledigen, Wohnung kündigen, Franken tauschen.

Ein ruhiges Wochenende hat der 43-Jährige also nicht. “Es gibt viel zu organisieren, ein Umzug aus der Schweiz nach Deutschland ist nicht so einfach“, sagte Fink, “meine Kinder sind fünf und sechs Jahre alt, da muss es mit der Schule geregelt werden. Auch die Versicherung und Ähnliches ist zu organisieren.“

Seit 15 Jahren mit Silke verheiratet

Aufgaben, die überwiegend an Ehefrau Silke hängen bleiben, mit der er seit 15 Jahren verheiratet ist: “Die schwierigen Dinge muss meine Frau machen.“ Wieder muss die Familie ihren Lebensmittelpunkt verändern. “Es war aber keine lange Diskussion“, sagte Fink, “meine Frau ist meinen Weg in meiner Karriere immer mitgegangen.“

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Fußballlehrer-Frauen-Schicksal eben. Man weiß ja, was man bekommt, wenn man einen Profikicker ehelicht. Nach der aktiven Karriere in Wattenscheid, Karlsruhe und München arbeitete Fink als Trainer in Salzburg, Ingolstadt und Basel. Und jetzt Hamburg - man kommt herum. “Wenn ich es weiter hätte ruhig haben wollen, dann wäre ich in Basel geblieben“, sagt der gebürtige Dortmunder, “Es war auch keine Entscheidung des Geldes, ich habe auch in Basel ganz gut verdient.“

Wieder Aufbruchstimmung in Hamburg

Fink ist ehrgeizig, das wird schnell klar. Er redet schnell, dynamisch, die Gedanken laufen dem Mundwerk manchmal geradezu davon. Trotzdem formuliert er klar strukturiert. Etwa so stellt sich Sportchef Frank Arnesen auch das Spiel der HSV-Mannschaft vor. Man kann sich vorstellen, dass die beiden bei ihren Gesprächen auf eine Wellenlänge gekommen sind. “Ich sehe viele Übereinstimmungen“, sagt der neue HSV-Coach.

Am Donnerstag gab Arnesen in Hamburg die entsprechende Vorlage. Begeisterung überall, die Fanszene ist auch überwiegend hocherfreut. Aufbruchstimmung. Nur - das kennt man schon in Hamburg. “Wir wollen etwas aufbauen“, so oder ähnlich klang es in den letzten zehn Jahren immer. Fast jedes Jahr auf Neue. Fink ist schon der zwölfte Trainer, seit Kurt Jara am 4. Oktober 2001 anheuerte. “Bei ihm schaue ich weiter als nur zweieinhalb Jahre“, sagte Arnesen. Am 30. Juni 2014 endet der Vertrag, der auch für die zweite Liga gilt. Theoretisch.

Aber noch ist Fink ja gar nicht da. Erst einmal Hotel, dann Wohungssuche. Silke ist gefordert. Auch den Söhnen Benedict und Julius muss die neue Umgebung verkauft werden, sie müssen schließlich neue Freunde finden. Labrador-Hund Anton braucht neue Schnüffel-Pfade. Alles ein Abenteuer, das über das nun erreichte erste Trainerengagement in der Bundesliga weit hinausgeht. Thorsten Fink freut sich drauf.

dapd

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