Teilerfolg für Amerell im Clinch mit dem DFB

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Manfred Amerell hat vom Landgericht München Recht bekommen.

Frankfurt/Main - Der ehemalige Schiedsrichter-Funktionär Manfred Amerell hat vor dem Landgericht München eine einstweilige Verfügung gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) erwirkt. Was der DFB nicht mehr behaupten darf:

Dem DFB ist per Beschluss vom 22. August unter Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250 000 Euro die Behauptung untersagt worden, dass der Rechtsstreit zwischen dem Verband und Amerell zugunsten des DFB und seines Präsidenten Theo Zwanziger entschieden und damit abgeschlossen sei.

Amerell reagierte damit auf eine am 16. August vom DFB verbreitete Pressemitteilung. Darin hatte der Verband die jetzt untersagte Behauptung aufgestellt und ein Mediationsverfahren angekündigt, in dem der Konflikt beigelegt werden solle. Amerell hatte bereits einen Tag später der Darstellung des DFB, dass der Rechtsstreit zwischen beiden Parteien sowie Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Michael Kempter abgeschlossen sei, widersprochen.

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Hintergrund der Auseinandersetzung ist, dass Kempter seinem ehemaligen Förderer sexuelle Belästigung vorwirft. Amerell bestreitet das und betont, dass die intimen Kontakte zwischen beiden einvernehmlich waren. Der 64-Jährige sieht durch die öffentlichen Anschuldigungen seine Persönlichkeitsrechte verletzt und möchte ein Schmerzensgeld von 150 000 Euro erstreiten.

Der Fall liegt zurzeit vor dem Oberlandesgericht Stuttgart, da Amerell nach seiner Niederlage vor dem Landgericht Hechingen in Berufung gegangen war. Parallel dazu hat auch der DFB ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet, da der Verband der Auffassung ist, dass Amerell seine Amtspflichten als Schiedsrichter-Funktionär verletzt hat.

dpa

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