EM: Team-Ticketverkauf hat begonnen

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Joachim Löw und der EM-Pokal bei der Auslosung. Fans können ab sofort Team-Tickets ordern.

Nyon - Tickets exklusiv für die Anhänger der EM-Endrundenteilnehmer: Am Montag startete UEFA die zweite Eintrittskarten-Verkaufsphase für die EM 2012 in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli).

Der Ticketverkauf für die EURO 2012 geht in die heiße Phase, doch die deutschen Fußball-Fans haben weiterhin mit den fehlenden Hotels in der Ukraine zu kämpfen: Am Montag startete die Europäische Fußball-Union (UEFA) die zweite Eintrittskarten-Verkaufsphase für die Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli).

Für die Anhänger der 16 teilnehmenden Mannschaften wurde ein eigenes Kartenkontingent reserviert. Insgesamt werden auf der Grundlage der Nationalität oder des Wohnsitzes der Antragsteller 448.000 Tickets offeriert. Das Los entscheidet über die Vergabe der Tickets. Die Antragsperiode endet am 29. Februar 2012.

Insgesamt 32 Prozent der gesamten Stadionkapazität wurden für die Fans der 16 teilnehmenden Mannschaften reserviert. Jedes Team erhält pro Gruppenspiel 16 Prozent der gesamten Nettokapazität des Stadions bzw. mindestens 6000 Eintrittskarten. Für die Viertel- und Halbfinalspiele beträgt die Anzahl reservierter Karten pro Mannschaft 5000 und für das Endspiel werden den teilnehmenden Teams je 9000 Tickets zugeteilt.

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Jeweils mindestens 6000 Anhänger der deutschen Fußball-Nationalmannschaft wollen auch die Gruppenspiele gegen Portugal (9. Juni in Lwiw), die Niederlande (13. Juni in Charkow und Dänemark (17. Juni in Lwiw) verfolgen. Vor allem das zweite Spiel gegen EM-Mitfavorit Niederlande stellt die Reiseplaner derzeit noch vor große Probleme. Sechs Monate vor der Partie gegen den Erzrivalen sind die 40 Hotels rund um die 1,5-Millionen-Einwohner-Stadt Charkow bereits komplett ausgebucht.

Die UEFA bietet in Abstimmung mit den EM-Co-Gastgeber Ukraine nun rund 17 Kilometer entfernt vom Stadion für 48 Euro auf einem riesigen Campingplatz insgesamt 300 Zelte an. Zwei Isomatten und Schlafsäcke sind inklusive. Dazu soll es einen 24-stündigen Sicherheitsdienst, Dixi-Klos, Plastik-Duschen und eine Snackbar geben.

Ein Camping-Urlaub bei der EURO schmeckt aber nur den wenigsten Fans. Der DFB und sein Reisebüro Eurolloyd suchen deshalb derzeit intensiv nach möglichen Alternativen, da auch der Sicherheitsaspekt wegen der zu erwartenden Größe der Gruppen eine große Rolle spielen wird.

Noch bevor man sich beim Verband aber Gedanken über die möglichen Übernachtungen machen kann, muss zunächst einmal geklärt werden, wie die Anhänger überhaupt in die Spielorte kommen. Denn die direkten Flugverbindungen in die Ukraine von Deutschland aus sind sehr überschaubar. So gibt es bereits Fans, die über Dänemark und Polen anreisen und dann vor Beginn des Spiels ein sehr knappes Zeitfenster haben.

Deshalb muss noch geklärt werden, wie viel Zeit beispielsweise die Grenzkontrollen an der polnisch-ukrainischen Grenze in Anspruch nehmen. Einige Anhänger haben schon Bedenken, ob sie dann überhaupt pünktlich am Stadion in Charkow sind.  

SID

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