Super-Podolski besiegt H96 fast im Alleingang

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Lukas Podolski erzielte gegen Hannover beide Treffer zum 2:0-Sieg für den 1. FC Köln.

Köln - Dank einer überragenden Leistung von Lukas Podolski gewann der 1. FC Köln am Sonntagabend sein Heimspiel gegen Hannover 96. Der Nationalstürmer besiegte die Niedersachsen fast im Alleingang.

Mit einem Doppelpack hat der Kölner Superstar Lukas Podolski den Höhenflug von Hannover 96 gestoppt. Die Kölner gewannen am Sonntagabend verdient mit 2:0 (1:0) und brachten den Niedersachsen die erste Pleite nach fünf Pflichtspielen in Folge ohne Niederlage bei. Vor 46 000 Zuschauern im Rhein-Energie-Stadion war Podolski (24./86.) mit seinen Saisontreffern fünf und sechs (24./86.) einmal mehr Mann des Spiels. Die Kölner setzten sich nach dem vierten Saisonsieg als Zehnter erstmal im Mittelfeld der Fußball-Bundesliga fest.

“Wir haben in Köln schon heute mehr Höhen und Tiefen in dieser Saison erlebt als andere Vereine nach 34 Spieltagen“, hatte Kölns Präsident Wolfgang Overath im Stadionheft “Geißbock-Echo“ geschrieben. Wiedergutmachung war denn auch das Motto der Partie. Die Kölner wollten ihre katastrophale Leistung am achten Spieltag beim 0:3 in Berlin vergessen machen. die 96er Revanche nehmen für die 0:4-Packung in Köln in der vergangenen Saison - und das ohne ihren verletzten Angreifer Jan Schlaudraff (Entzündung der Kniekopfscheibe).

Dafür begann bei den Gästen erstmals in dieser Spielzeit das Sturmduo Mohammed Abdellaoue und Didier Ya-Konan. Köln musste auf Milivoje Novakovic verzichten, der sich bei seiner Dienstreise zur slowenischen Nationalmannschaft eine Adduktorenzerrung zugezogen hatte. Podolski spielte den Sturmsolisten.

Rensing stark

Prickelnde Offensivszenen aus dem Spiel heraus blieben zunächst die große Ausnahme. Beide Teams neutralisierten sich weitgehend im Mittelfeld, die Kölner wirkten dabei frischer im Kopf und arbeiteten als Kollektiv sehr effektiv gegen den Ball. Gleich bei der ersten gefährlichen Aktion klingelte es. Nach einem Foul an Chihi zirkelte Podolski den fälligen Freistoß aus 25 Metern unhaltbar zur Führung ins Netz.

Der lauf- und zweikampfstarke FC ließ lange wenig zu, das vermeintliche Nervenberuhigungstor diente allerdings eher als Muntermacher für die Niedersachsen. In der 31. Minute rutschte Abdellaoue nach einer scharfen Hereingabe knapp am Ausgleich vorbei, 120 Sekunden später verhinderte der starke FC-Keeper Michael Rensing nach einem Kopfball von Christian Schulz mit einer Glanztat das 1:1. Mehr Sehenswürdigkeiten hatten die ersten 45 Minuten nicht zu bieten, dafür wurden die Kölner Personalprobleme in der Defensive schlimmer. Neben dem Dauerverletzten Geromel und Kevin McKenna fiel zur Pause auch noch Miso Brecko aus. Für ihn kam zum zweiten Durchgang Andrézinho - 13 Minuten später war aber auch für ihn Schluss.

96 kam unterdessen mit wesentlich mehr Dringlichkeit aus der Kabine. Mittelfeldakteur Sergio Pinto setzte an seinem 31. Geburtstag mit einem Lattenknaller (49.) aus knapp 30 Metern den ersten Akzent. Hannovers Coach Mirko Slomka trieb sein Team mit wilden Gesten immer wieder nach vorn, forderte mehr Risikobereitschaft, und auf einmal war Leben in der Partie. Intensität und Hektik nahmen zu, die Kölner konnten im eigenen Stadion kontern. Bei einem dieser Tempogegenstöße köpfte Chihi den Ball im Fünfmeterrraum aus vielversprechender Positon nur an die Latte (63.), Podolski (67.) hämmerte die Kugel knapp vorbei.

Hannover blieb dran. Der inzwischen verdiente Ausgleich durch Pinot wurde wegen Abseitsstellung des 31-Jährigen zu Unrecht nicht gegeben. Der erneut starke Podolski machte mit einem Sensationstor aus halblinks alles klar.

dpa

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