SV Ried bezieht Stellung

Sukuta-Pasus Rassismus-Vorwürfe bestätigt

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Richard Sukuta-Pasu im Trikot des 1. FC Kaiserslautern (September 2011).

Wien - Nach den Rassismus-Vorwürfen des ehemaligen Bundesligaprofis Richard Sukuta-Pasu hat der österreichische Erstligist SV Ried am Montag vereinzelte Beschimpfungen eingeräumt.

"Seit Sonntagnachmittag wissen wir, dass es durch vereinzelte Personen zu Beschimpfungen nach dem Tor gekommen sein dürfte", erklärte Manager Stefan Reiter in einer Pressemitteilung.

Sukuta-Pasu hatte in der 85. Minute den 2:1-Siegtreffer für Sturm Graz erzielt und danach wegen einer Geste Richtung Fans seine fünfte Gelbe Karte in dieser Saison gesehen. Damit ist er in der nächsten Partie gesperrt. Der einstige Leverkusener klagte, das ganze Spiel über habe er sich Affenlaute anhören müssen. Nach seinem Tor sei ihm dann der Kragen geplatzt. Der Schiedsrichter hatte die Geräusche nach eigenen Angaben nicht gehört, auch Rieds Manager Reiter hatte zunächst gesagt, nur Sukuta-Pasu habe etwas gehört.

Am Montag erklärte er nun, die beteiligten Personen seien keiner Rieder Fan-Gruppierung zuzuordnen. Offizielle Fangruppen des Clubs hätten versucht, die Äußerungen zu unterbinden. "Dieser Vorfall tut uns sehr leid. Ich bitte aber auch um eine differenzierte Betrachtungsweise", sagte Reiter. Die österreichische Bundesliga hat Sukuta-Pasu und die beiden Clubs inzwischen zu Stellungnahmen aufgefordert.

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