Nürnberg muss Didavi abhaken

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Daniel Didavi ist nur an Nürnberg ausgeliehen.

Stuttgart/Nürnberg - Bundesligist 1. FC Nürnberg muss die Hoffnung auf einen Verbleib der Stuttgarter Leihgabe Daniel Didavi begraben. Die Schwaben wollen ihren Spieler definitiv zurückholen.

Am Vorhaben, den Offensivspieler zurückzuholen, gebe es „keinen Zweifel“, sagte VfB-Manager Fredi Bobic der Stuttgarter Zeitung. Nur Trainer Bruno Labbadia muss dem Wechsel jetzt noch zustimmen. Doch das dürfte Formsache sein, hat Labbadia dem 22-Jährigen nach Stuttgarts 1:0-Sieg gegen den Club am 25. März doch zu einer starken Leistung gratuliert. Didavi ist bis 2013 an den VfB gebunden, nach Saisonende wollen die Klubs seine Zukunft besprechen.

Dann dürfte Bobic mit seinem Nürnberger Kollegen Martin Bader auch über den Stuttgarter Mittelfeldspieler Timo Gebhart (23) und Club-Profi Timothy Chandler (22) verhandeln. Gebhart zieht es angeblich in die Noris, wohingegen der VfB an Chandler interessiert ist. „Wir werden die Dinge vernünftig regeln - wie, das ist in allen Fällen noch ergebnisoffen“, sagte Bader, der den Wunsch, Didavi zu halten, nachdrücklich unterstrich. „Aber wenn der VfB Nein sagt, geht es bei uns auch weiter. Wir werden in der nächsten Saison in der Bundesliga sein - ob mit Didavi oder ohne ihn.“

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Sicher aber mit dem japanischen Nationalspieler Hiroshi Kiyotake. „Mit ihm sind wir uns längst einig“, bestätigte Bader in der Nürnberger Zeitung. Das finale Okay von Kiyotakes Klub Cerezo Osaka, von dem auch Shinji Kagawa in die Bundesliga wechselte, erwarte er in den nächsten Tagen. Darüber hinaus bemüht sich der Club weiter um Takashi Usami, der nur noch bis Ende Juni von Gamba Osaka an den FC Bayern ausgeliehen ist. Das Interesse am Bochumer Japan-Import Takashi Inui ist wegen der stolzen Ablöseforderung des Zweitligisten erkaltet. Neben Didavi werden Philipp Wollscheid und Leihgabe Jens Hegeler (beide Bayer Leverkusen) sowie Juri Judt den Verein verlassen.

„Es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir in der Offensive mal frischen Wind reinbringen“, sagte Bader zudem. Das spricht dafür, dass Christian Eigler die Franken verlassen könnte. Offen ist auch die Zukunft von Albert Bunjaku.

sid

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