Streit mit Zwanziger

Hoeneß: "Mir reißt bald der Geduldsfaden"

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Uli Hoeneß ist nicht gut auf Theo Zwanziger zu sprechen.

München - Der Dauerstreit zwischen Theo Zwanziger und Uli Hoeneß droht zu eskalieren. „Mein Geduldsfaden ist so angespannt wie lange nicht. Und es braucht nicht mehr viel, bis er reißt", so der Bayern-Präsident.

 Zwar hielt sich Bayern-Präsident Hoeneß auf der Mitgliederversammlung des Münchner Vereins in der Nacht zum Freitag mit weiteren scharfen verbalen Attacken zur Autobiografie des ehemaligen DFB-Präsidenten Zwanziger zurück. Der Chef des deutschen Rekordmeisters bemerkte aber: „Mein Geduldsfaden ist so angespannt wie lange nicht. Und es braucht nicht mehr viel, bis er reißt.“

Zwanziger hatte am Tag zuvor bei der offiziellen Präsentation seines Buches „Die Zwanziger Jahre“ erneut die Verdienste des Bayern-Präsidenten herausgestellt, jedoch ironisch angefügt: Hoeneß sei ein Mensch, „der sehr zurückhaltend mit anderen Menschen umgeht. Man hört selten etwas von ihm über einen anderen. Er lobt nur.“ In seinem Buch hatte Zwanziger Hoeneß wegen dessen Ansichten zum Frauenfußball und einer „bitterbösen Schelte“ über die WM in Südafrika kritisiert.

„Ich muss mich Tag für Tag zusammennehmen, um diese Kommentare zu akzeptieren“, sagte nun Hoeneß zu Zwanziger und Louis van Gaal, der dem Bayern-Chef mangelnde Unterstützung in seiner Zeit als Bayern-Coach vorgeworfen hatte. In Sport1 ergänzte er: Eigentlich sei Zwanziger „ein intelligenter Mensch, das Buch beschädigt ihn nur“.

dpa

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