DFL: Strategiepapier gegen Gewalt

Köln - Im Kampf gegen die Gewalt im deutschen Fußball hat die DFL ein zehn Punkte umfassendes Strategiepapier als Beratungsvorlage für die Vollversammlung an die 36 Profi-Klubs verschickt.

Der Maßnahmenkatalog sieht neben verstärkten Kontrollen und fortgesetzten Dialogen mit den Fans für Verstöße gegen künftige Sicherheitsvorschriften für die Vereine Kürzungen oder gar Streichungen von TV-Geldern sowie Lizenzstrafen und für die Anhänger längere Stadionverbote und Streichung von Privilegien vor.

Das Fachmagazin kicker berichtete am Montag weiter, dass der von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich eingeforderte DFL-Fahrplan die Verabschiedung des Strategiepapiers zur kommenden Saison für die Mitgliederversammlung am 12. Dezember vorsieht.

Wurfgeschosse in Stadien: Bierbecher, Sellerie, eine Katze und Dildos

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Das DFL-Papier setzt mit seinen wichtigsten Maßnahmen sowohl bei Klubs als auch Fans an. Die Vereine sollen Versäumnisse bei der Gewaltbekämpfung sowie Verstöße gegen künftig zum Lizenzverfahren gehörende und damit aufgewertete Sicherheitsvorschriften durch Strafen und besonders die anteilige oder gar komplette Sperrung ihrer TV-Gelder teuer bezahlen müssen. Gewalttätige Fans auf der anderen Seite müssen für die Zukunft wieder fünf- statt derzeit nur dreijährige Stadionverbote fürchten.

Außerdem drohen bei wiederholten Krawallen während Auswärtsspielen für weitere Gastspiele des jeweiligen Klubs Kürzungen von Kartenkontingenten von zehn auf fünf Prozent sowie die Streichung sämtlicher Stehplatz-Tickets. Darüber hinaus sollen Fan-Klubs ohne Einigung mit ihren Vereinen auf gewaltfreies Verhalten keine Eintrittskarten mehr bekommen oder bei Verstößen gegen diese Vereinbarungen Sonderrechte für Spezialaktionen auf den Tribünen entzogen bekommen.

SID

Rubriklistenbild: © dapd (Symbolbild)

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