Der FC Sion legt nach: Strafanzeige gegen FIFA

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Christian Constantin, Präsident des FC Sion, lässt sich von der FIFA nicht einschüchtern.

Sion (Schweiz) - Im Fall FC Sion droht dem Fußball-Weltverband FIFA Ungemach. Klubchef Christian Constantin erhebt schwere Vorwürfe und möchte Strafanzeige erstatten.

Der Sion-Klubchef Christian Constantin will die FIFA-Verantwortlichen wegen Nötigung anzeigen, nachdem die FIFA dem Schweizerischen Fußball-Verband (SFV) am Wochenende mit der Suspendierung gedroht hatte. „Ich bin nicht überrascht über den Entscheid. Die FIFA hat viele Fehler gemacht und lässt dafür nun die anderen zahlen“, sagte Constantin.

Bis zum 13. Januar 2012 hat der SFV Zeit, die Angelegenheit im Sinne der FIFA zu lösen. Ansonsten droht der Ausschluss. In diesem Fall dürfte die Nationalmannschaft keine Partien mehr bestreiten und auch der FC Basel nicht zum Champions-League-Achtelfinale gegen Bayern München antreten.

Constantin, der mit seinen Klagen den Fall Sion schlagzeilenträchtig in die Medien gebracht hatte, hat keine Angst vor großen Namen im Weltfußball. So mussten UEFA-Präsident Michel Platini und Generalsekretär Gianni Infantino im Herbst bereits vor einem Schweizer Gericht Rede und Antwort stehen. Der Sion-Präsident will zudem auf der nächsten Mitgliederversammlung des SFV beantragen, dass der Schweizer FIFA-Chef Joseph S. Blatter nicht mehr zur Wahl für das FIFA-Präsidium vorgeschlagen wird.

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Der FC Sion war von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) wegen des Einsatzes von sechs nicht spielberechtigten Profis in den Play-offs gegen Celtic Glasgow aus der laufenden Europa League ausgeschlossen worden. Kürzlich war der Klub vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne mit seiner Klage gescheitert. Sion hatte gefordert, in den Wettbewerb eingegliedert zu werden, und will das Urteil anfechten.

SID

 

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