Stinkefinger: Verfahren gegen Hitzfeld

Zürich - In der Affäre um den ausgestreckten Mittelfinger von Ottmar Hitzfeld hat die FIFA ein Disziplinarverfahren gegen den Trainer der Schweizer Nationalelf eröffnet.

Der Weltverband FIFA hat im Zuge der „Stinkefinger-Affäre“ ein Ermittlungsverfahren gegen Ottmar Hitzfeld eingeleitet. Das teilte die FIFA am Dienstag mit. Der Schweizer Nationatrainer hatte während des Qualifikationsspiels am vergangenen Freitag gegen Norwegen (1:1) den Mittelfinger in die Luft gereckt - offensichtlich aus Unmut über die schwache Leistung des spanischen Schiedsrichters Fernandez Borbalan. Hitzfeld hat nun zehn Tage Zeit, sich zu erklären. Beim Spiel am Dienstagabend in Rejkjavik gegen Island durfte Hitzfeld aber auf der Bank sitzen.

Am Montag hatte der ehemalige Bundesliga-Trainer Rückendeckung vom Schweizerischen Fußball-Verband (SFV) erhalten. „Wir teilten der FIFA schriftlich mit, dass wir keine Sanktion gegen den Trainer wünschen, weil wir sein Verhalten als Ausrutscher ansehen und Fehler passieren können“, sagte der Nationalmannschaftsdelegierte Peter Stadelmann. Der SFV wird kein Verfahren gegen Hitzfeld einleiten. „Es kann nicht sein, dass plötzlich zwei Verfahren gegen Hitzfeld laufen - eines der FIFA und eines von uns“, sagte Stadelmann.

sid

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