Steuerprozess: Maradona kehrt nach Neapel zurück

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Diego Maradona wird von den Fans des SSC Neapel immer noch als Held verehrt.

Neapel - Nach mehr als 20 Jahren will Fußball-Idol Diego Maradona seine Probleme mit den italienischen Finanzbehörden lösen. Er reist in der kommende Woche nach Neapel.  

Der Argentinier plant kommende Woche eine Reise nach Neapel, um seinen Fall mit dem Fiskus zu klären, sagte Maradonas Rechtsanwalt Angelo Pisani in einem Radio-Interview am Mittwoch. Maradona werde am kommenden Dienstag eintreffen und an einer Gerichtsverhandlung im Prozess gegen ihn teilnehmen.

„Maradona will den Neapolitanern und den Italienern klarmachen, dass er kein Steuerhinterzieher sondern im Gegenteil Opfer einer Ungerechtigkeit ist. Maradona ist ein freier Mensch, der nach Italien reisen kann, wann er will. Er liebt Neapel zutiefst und hat große Lust, wieder in die Stadt zurückzukehren“, sagte Pisani.

Maradona hatte zuvor betont, dass er eine Geschichte beenden wolle, die „mein Leben vergiftet und mir viele Arbeitsgelegenheiten beraubt“ habe. „Sie hat mir aber vor allem 18 Jahre Liebe der Neapolitaner entzogen. Ich bin kein Steuersünder, daher ist diese Situation für mich besonders bitter“, sagte Maradona in einem Interview mit der „Gazzetta dello Sport“.

Er deutete an, dass seine Anwälte mit dem Fiskus über seine Steuerschuld aus seiner Zeit beim SSC Neapel (1984 bis 1991) verhandeln. Maradona, der den SSC 1987 und 1990 zur Meisterschaft sowie 1989 auch zum UEFA-Pokal-Sieg führte, wird in Neapel wie ein Held verehrt.

Derzeit läuft in der süditalienischen Stadt erneut ein Prozess gegen den Weltmeister von 1986. Das Verfahren über angeblich 38 Millionen Euro Steuerschulden des einst besten Spielers der Welt wurde angestrengt, weil in einem vorangegangenen Prozess ein Formfehler vorgelegen hatte. „Ich will weder als Sportdirektor, noch als Trainer in Italien arbeiten. Ich will einfach wie alle Neapolitaner das San-Paolo-Stadion betreten können, um den SSC Neapel anzufeuern“, sagte Maradona. Zuletzt hatte er Neapel im Jahr 2005 besucht.

SID

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