Während des Zweitligaspiels

St. Pauli-Fan musste reanimiert werden - Dresden-Anhänger randalieren

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Auf dem Feld gab es ein 1:1 - auf den Tribünen ging es schlimmer zu. 

Beim Spiel zwischen dem FC St. Pauli und Dynamo Dresden kam es zu mehreren Vorfällen. Ein Fan des St. Pauli musste sogar reanimiert werden. 

Dynamo Dresden hat sich von den Fan-Ausschreitungen beim Fußball-Zweitliga-Spiel beim FC St. Pauli distanziert. „Es sind in Hamburg im Zusammenhang mit einigen Anhängern im Gäste-Block verschiedene Dinge vorgefallen, die wir zutiefst ablehnen und verurteilen, weil sie menschenverachtend sind und die Werte unserer Sportgemeinschaft mit Füßen treten“, sagte Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born am Sonntag in einer Vereinsmitteilung.

Bei dem Spiel am Samstag, das 1:1 endete, war es zu mehreren Vorfällen gekommen. Ein Fan des Kiezclubs, der im Millerntor-Stadion zusammengebrochen war, musste reanimiert und anschließend in ein Krankenhaus transportiert werden. Dort liegt er auf der Intensivstation. Nach Medienberichten bewarfen Dresdner Anhänger den zusammengebrochenen Fan beim Abtransport mit Bierbechern und anderen Gegenständen. Wie das „Hamburger Abendblatt“ schrieb, könnte als Adressat dieser Attacken möglicherweise die sich in der Nähe formierende Polizei gewesen sein. Getroffen wurde glücklicherweise niemand. „Bei den betroffenen Menschen möchte ich auch auf diesem Wege im Namen des Vereins um Entschuldigung bitten“, sagte Born.

Wie der polizeiliche Lagedienst am Sonntagmorgen mitteilte, wurden bei den diversen Ausschreitungen 34 Menschen verletzt. 450 Beamte hatten die Partie abgesichert.

Anhänger von Dynamo Dresden haben schon vor dem Spiel randaliert

Schon vor dem Match hatten Dynamo-Anhänger mehrere sanitäre Anlagen in der Arena zerstört. Nach dem Abpfiff suchten Fans beider Clubs die Auseinandersetzung, doch die Polizei ging dazwischen und beendete die Streitereien, bevor sie richtig beginnen konnten, hieß es dazu.

„Der intensive Aufarbeitungsprozess der Ereignisse hat bereits gestern unmittelbar nach dem Spiel mit allen Verantwortlichen begonnen. Wenn die interne Analyse abgeschlossen ist und alle Beteiligten die Chance hatten, ihre Sicht der Dinge darzulegen, werden wir uns als Verein in aller Deutlichkeit zu den Vorfällen im Millerntor-Stadion äußern“, sagte Born.

dpa

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