Spott über 9/11: Strafe für MSV-Profi Kunt

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Burakcan Kunt muss eine Geldstrafe an eine Organisation für die Opfer der Anschläge von New York spenden und wurde von seinem Verein MSV Duisburg abgemahnt. 

Duisburg - Mit einer Geldstrafe und einer Abmahnung hat Fußball-Zweitligist MSV Duisburg auf einen geschmacklosen Eintrag auf der Facebook-Seite seines Spielers Burakcan Kunt mit einer Anspielung auf die Terroranschläge vom 11. September reagiert.

Am Sonntag war im Namen des MSV-Profis für kurze Zeit die Formulierung “Mohammad Atta Airlines ...“ zu finden. Der gebürtige Ägypter Atta gilt als Anführer der Terrorpiloten vom 11. September 2001 und steuerte eine der vier entführten Maschinen in den Nordturm des World Trade Centers.

Auf Intervention des MSV ließ Kunt diesen Eintrag sofort löschen und die Seite sperren. Kunt selbst versicherte nach Angaben des Vereins, dass der Beitrag nicht von ihm persönlich stamme und auch ohne seine Zustimmung auf die Facebook-Seite gelangt sei. Dennoch sei ihm zumindest grobe Fahrlässigkeit vorzuwerfen, teilte der Pokalfinalist mit.

11. September: Gedenkfeier für die Opfer

Gedenken an die Opfer des 11. September

Der MSV Duisburg und der Spieler distanzierten sich bereits am Sonntag “in aller Deutlichkeit“ von dem Eintrag. Kunt soll seine Geldstrafe, die nach MSV-Angaben noch nicht festgelegt ist, an eine Organisation für die Opfer der Anschläge von New York spenden. “Wir behalten uns weitere Prüfungen des Sachverhalts und daraus resultierend mögliche weitere Maßnahmen vor“, erklärte MSV-Geschäftsführer Roland Kentsch.

dpa

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