31. Spieltag der Fußball-Bundesliga

Fürth erster Absteiger - Siege für TSG und BVB

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Nuri Sahin traf für Dortmund

Berlin - Die SpVgg Greuther Fürth muss nach nur einem Jahr zurück in die Zweite Liga, das Rennen um den zweiten direkten Absteiger ist drei Spieltage vor Saisonende der Bundesliga noch völlig offen.

Punkterekord für Bayern München, immer mehr Druck für Werder Bremen - und Abstieg vor dem Fernseher für die SpVgg Greuther Fürth: Einen Tag nach dem 2:3 gegen Hannover 96 machte der 3:0 (0:0)-Sieg des FC Augsburg gegen Pokal-Finalist VfB Stuttgart auch die letzten vagen Hoffnungen der Aufsteiger aus Fürth auf den Klassenerhalt zunichte.

Unterdessen gab sich an der Spitze auch eine B-Elf des neuen deutschen Meisters aus München keine Blöße und erreichte durch ein 1:0 (1:0) gegen den SC Freiburg schon am viertletzten Spieltag mit 84 Zählern einen neuen Punkterekord in 50 Jahren Fußball-Bundesliga. Werder verlor beim Tabellendritten Bayer Leverkusen etwas unglücklich 0:1 (0:1), wodurch die Bremer weiter mitten im Abstiegskampf stecken.

Trainer Thomas Schaaf wurde von den Bremer Fans allerdings bis lange nach dem Spielende enthusiastisch gefeiert, so dass Werder-Manager Thomas Eichin nach dem Spiel eine Trennung zumindest bis zum Saisonende ausschloss. Wie die Bayern setzte auch Borussia Dortmund vor dem Halbfinal-Rückspiel in der Champions League auf die „zweite Garde“ - die sich beim 2:1 (1:0) bei Fortuna Düsseldorf allerdings ebenfalls keine Blöße gab.

Einen wichtigen Dreier im Kampf um den Klassenerhalt holte 1899 Hoffenheim durch ein 2:1 (2:0) gegen den 1. FC Nürnberg. Allerdings haben die Kraichgauer nach dem 3:0 der Augsburger gegen den VfB weiterhin drei Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz und den FC, der seinerseits nach Punkten zu den Düsseldorfern aufschloss. Am kommenden Spieltag muss Hoffenheim in Bremen antreten. Werder liegt nur noch zwei Zähler vor den Augsburgern.

Die Hoffnungen von Borussia Mönchengladbach auf einen erneuten Start im Europacup erhielten derweil einen Dämpfer. Die Elf vom Niederrhein verlor beim VfL Wolfsburg 1:3 (0:1) und verpasste den möglichen Sprung auf den vierten Platz. Die Gastgeber jubelten dagegen über das Ende ihres „Heimfluchs“. Nach sechs Spielen ohne Sieg in der heimischen Arena in Folge gelang dem deutschen Meister von 2009 der lang ersehnte Dreier.

Werder hatte bei seinem zehnten Spiel in Folge ohne Sieg auch Pech. Den Treffer für die Rheinländer erzielte Torjäger Stefan Kießling per Strafstoß (35.) mit seinem 22. Saisontor. Kurios bei der Entscheidung: Werder-Keeper Sebastian Mielitz traf Leverkusens Sidney Sam, der bei einem Pass von Andre Schürrle in abseitsverdächtiger Position gestanden hatte, erst lange, nachdem der Ball weg war. Der Unparteiische Deniz Aytekin entschied zunächst auf Abstoß und korrigierte sich erst viele Sekunden später nach Intervention seines Assistenten Christian Dietz.

Bayerns B-Elf siegten gegen Freiburg durch einen Treffer von Xherdan Shaquiri (35.), die Rotation bei den Münchnern erreichte einen neuen Höhepunkt: Trainer Jupp Heynckes änderte sein Team im Vergleich zum Halbfinale in der Champions League gegen den FC Barcelona (4:0) gleich auf zehn Positionen. Lediglich Jerome Boateng stand wie am Dienstag in der Startformation des Rekordmeisters. Die beiden Kapitäne Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger sowie Nationalspieler Thomas Müller gehörten mit Blick auf das Rückspiel am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky und ZDF) in Barcelona erst gar nicht dem Kader an.

Borussia Dortmunds Coach Jürgen Klopp wechselte mit Ausnahme von Mats Hummels ebenfalls alle Spieler aus, die beim 4:1 gegen Real Madrid begonnen hatten. Trotzdem reichte es zum Sieg, den Nuri Sahin (20.) mit einem sehenswerten 30-m-Schuss und der eingewechelte Jakub Blaczszykowski (70.) sicherstellten. Adam Bodzek (88.) gelang nur noch das 1:2.

Augsburgs Paul Verhaegh (r) und Stuttgarts Ibrahima Traore kämpfen um den Ball

In Hoffenheim bot die Elf des neuen Trainers Markus Gisdol vor allem in der ersten Halbzeit eine gute Leistung und gewann gegen den Club verdient. Tobias Weis (11.) und Sejad Salihovic (19.) erzielten die Treffer für die Kraichgauer. Timmy Simons (58.) konnte per Foulelfmeter nur noch verkürzen. Allerdings gewann auch Augsburg: Torjäger Sascha Mölders (61.), der kurz zuvor eingewechselte Marcel de Jong (83.) und Dong-Won Ji (85.) erzielten die Treffer.

In Wolfsburg gingen die Gastgeber durch ein „halbes“ Eigentor von Roel Brouwers (34.), der einen Schuss von Maximilian Arnold ins eigene Tor weiterleitete, in Führung. Peniel Mlapa (52.) gelang der Ausgleich, doch ein schwerer Patzer von Nationaltorwart Marc-Andre ter Stegen ermöglichte Ivica Olic (61.) das 2:1. Diego (75.) erzielte den Endstand.

Am Sonntag stehen beide Duell ganz im Zeichen von Europa. Zunächst tritt der Tabellen-Sechste Eintracht Frankfurt zum Derby beim FSV Mainz

sid

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