VfB und FCA heiß auf ersten Dreier

Kellerkinder hoffen auf Befreiungsschlag

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Ex-Nationalspieler Cacau und der VfB Stuttgart sind nach vier Spieltagen noch sieglos.

Köln - Im zweiten Teil des fünften Spieltages empfängt der VfB Suttgart am Mittwoch den Tabellennachbarn aus Hoffenheim zum Derby. Der HSV will seinen Aufwärtstrend in Gladbach fortsetzen.

Der Weg aus dem Keller führt über den Nachbarn: Der VfB Stuttgart und 1899 Hoffenheim begegnen sich am 5. Spieltag der Fußball-Bundesliga auf Augenhöhe. Dass damit vor dem Baden-Württemberg-Duell am Mittwoch (20.00 Uhr/Sky und Liga total!) allerdings die Plätze 17 und 16 gemeint sind, hatten sich die beiden ambitionierten Klubs vor Saisonbeginn auch nicht träumen lassen.

Auch die übrigen Mittwoch-Spiele haben durchaus schon richtungweisenden Charakter. Schlusslicht FC Augsburg hoffte auf den ersten Dreier gegen die kriselnde Werkself von Bayer Leverkusen, während der Hamburger SV den Aufwärtstrend nach dem 3:2 gegen Meister Borussia Dortmund mit einem Sieg bei Borussia Mönchengladbach fortsetzen will. Ein Dreier würde auch dem Nordrivalen Werder Bremen im Gastspiel beim SC Freiburg (alle Spiele 20.00 Uhr/Sky und Liga total!) gut zu Gesicht stehen. Wenig Sorgen trotz der Niederlagen am Wochenende haben dagegen der Tabellendritte Hannover 96 und der punktgleich 1. FC Nürnberg vor dem Verfolgerduell in Niedersachsen.

„Wir wollen drei Punkte“, sagt Stuttgarts Torhüter Sven Ulreich vor dem Derby gegen Hoffenheim. Das 2:2 in Bremen war ein erster Schritt für die Schwaben, zumindest laut Kapitän Serdar Tasci: „Das war ein gutes Spiel von uns. Aber wir können noch so gut spielen, wir müssen anfangen zu punkten.“

Manager Fredi Bobic blickt sogar noch ein bisschen weiter voraus. „Mit sechs Punkten in den nächsten Tagen wäre man wieder im ordentlichen Mittelfeld, dann kann man wieder etwas nach vorne schauen“, sagte Bobic.

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Ob Hoffenheim da allerdings mitspielt, ist angesichts der sportlichen Wiederauferstehung beim 3:1 gegen Hannover mehr als fraglich. Mit dem neuen Manager Andreas Müller als Glücksbringer und dank des goldenen Händchens des angezählten Trainers Markus Babbel mit der Einwechslung des doppelten Torvorbereiters Kevin Volland ist der Optimismus in den Kraichgau zurückgekehrt.

In Augsburg hat sich das Abstiegsgespenst bereits einen festen Wohnsitz zugelegt. Dabei erschreckt weniger die Bilanz von einem Punkt und 1:7 Toren als viel mehr die Art und Weise, wie die Mannschaft von Coach Markus Weinzierl („Wir werden daran arbeiten“) auftritt. „Jeder in der Mannschaft wusste, dass wir bis zum Schluss gegen den Abstieg spielen“, sagt Mittelfeldspieler Torsten Oehrl.

Mit dem Abstieg will Bayer Leverkusen eigentlich nichts zu tun haben, aber nach dem schlechtesten Saisonstart seit 30 Jahren mit vier Punkten weiß auch Trainer Sascha Lewandowski, dass „unterm Strich der Ertrag zu gering ist“. Sportdirektor Rudi Völler ist deshalb froh, „dass schnell das nächste Spiel kommt. Wenn wir so spielen wie gegen Gladbach, werden auch die Tore und Siege wieder kommen.“

Groß war die Erleichterung beim Hamburger SV nach dem ersten Saisonsieg. Entsprechend will Coach Thorsten Fink versuchen, „den positiven Schwung mitzunehmen“ und kündigte an, „nicht auf die Euphoriebremse“ zu treten: „Wir werden frech spielen und wieder punkten.“ Der gegen Dortmund überragende Rafael van der Vaart meint: „Jetzt müssen wir zeigen, wie gut wir wirklich sind.“

Gastgeber Mönchengladbach ist nach vier Spielen ohne Sieg auf der Suche nach der Form der überragenden Vorsaison. Auch das 1:1 in Leverkusen war mehr als schmeichelhaft. Entsprechend warnt Stürmer Mike Hanke: „Auf keinen Fall dürfen wir wieder so viele Chancen zulassen. Und wir müssen van der Vaart ausschalten.“

In einer Ergebniskrise befindet sich trotz ansprechender Leistungen auch Werder Bremen vor dem Gastspiel in Freiburg. „Wir können sagen, dass die Mannschaft auf dem richtigen Weg ist“, sagt Trainer Thomas Schaaf: „Mit den Ergebnissen können wir aber nicht zufrieden sein.“ Seit dem 11. März hat Bremen nur einen Sieg aus 14 Spielen geholt.

Nach der Niederlage in Hoffenheim, der ersten im zehnten Pflichtspiel, fordert Hannovers Trainer Mirko Slomka vor dem Spiel gegen Nürnberg: „Wir sollten schleunigst in eine bessere Verfassung kommen.“ Sein Nürnberger Kollege Dieter Hecking weiß, dass „sie im Spiel gegen Hoffenheim nicht ihre beste Leistung abgerufen haben, aber sie spielen gut.“ Der Club hat saisonübergreifend seine letzten vier Auswärtsspiele gewonnen. „Es ist schön, dass wir diese Serie hingekriegt haben“, sagt Hecking, „aber es gibt keine Garantie dafür, dass das so bleibt.“

SID

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