Moral bewiesen: Schalke holt Punkt in Hoffenheim

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Ohne Sieger endete die Partie Hoffenheim gegen Schalke.

Sinsheim - Torjäger Klaas-Jan Huntelaar hat Schalke 04 vor der zweiten Pleite innerhalb von drei Tagen bewahrt. Gegen Hoffenheim reichte es für den Champions-League-Aspiranten aber nur zu einem Remis.

Mit seinem 23. Saisontor in der Bundesliga sicherte der Niederländer Huntelaar am Sonntag per verwandelten Foulelfmeter zum 1:1 (0:1)-Endstand bei 1899 Hoffenheim seinem Team einen wichtigen Teilerfolg im Kampf um die direkte Champions-League-Qualifikation. Zugleich war das Remis ein kleiner Trost nach bitteren Niederlage in der Europa League am Donnerstag gegen Atletic Bilbao. Die Schalker haben als Tabellendritter mit 54 Punkten nun drei Zähler Vorsprung auf Verfolger Borussia Mönchengladbach, der zuvor bei Hannover 96 mit 1:2 verloren hatte.

Die Hoffenheimer waren ebenfalls durch einen Foulelfmeter durch Sejad Salihovic (30.) im Front gegangen, nach dem ausgerechnet Schalkes Torwart-Rückkehrer Lars Unnerstall Sven Schipplock im Strafraum gelegt hatte. Die Hoffnungen auf den ersten Heimerfolg seit dem 22. Oktober (1:0 gegen Mönchengladbach) erfüllten sich allerdings wieder nicht.

Die wichtigste Personalie bei den Gästen gab es vor dem Spiel: Sechs Wochen nach seiner Schulterverletzung kehrte Unnerstall zurück. Er ersetzte den ehemaligen Nationaltorwart Timo Hildebrand, der sich gegen Bilbao schwer verletzt hatte. Routinier Mathias Schober, der gegen die Spanier in der zweiten Halbzeit gespielt hatte, setzte sich wieder auf die Bank.

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Doch an dem 21 Jahre alte Keeper lag es nicht, dass das Schalker zunächst Spiel nicht lief. Der Champions-League-Aspirant stand noch immer unter dem Eindruck der bitteren Europapokal-Pleite. Von der gefürchteten offensiv-Abteilung mit Raúl, Klaas-Jan Huntelaar und Jefferson Farfan war kaum etwas zu sehen, Spielmacher Lewis Holtby fiel nur wenig ein, und die Defensive wirkte verunsichert.

Umso unverständlicher, dass die Hoffenheimer aus der Schalker Schwächer zu wenig machten. Die erste Möglichkeit der Gastgeber war der verwandelte Elfmeter. Danach erst nutzten die Kraichgauer auch ihre Überlegenheit und erspielten sich Chancen. Sebastian Rudy (34.) verpasste knapp das Tor, Roberto Firminio (38.) wurde in letzter Sekunde von Kyriakos Papadopoulos gestoppt, kurz vor der Pause sorgte Firminio für Gefahr mit seinem 25-Meter-Knaller. Kurz zuvor hatte Tom Starke gegen Schalkers Stürmerstar Raul retten müssen.

Nach dem Wechsel wurde die Partie wesentlich unterhaltsamer. Das lag vor allem an den Gästen. Zwischen der 56. und 61. Minute gab es Torraumszenen im Minutentakt: Schalkes Farfan scheiterte aus kürzester Entfernung am erneut großartig reagierenden Starke. Nach dem anschließenden Eckball verhinderte Fabian Johnson nach einem Kopfball von Jermaine Jones auf der Linie den Ausgleich. Danach vergaben Firminio, Salihovic und Vestergaard Chancen, die Führung auszubauen.

Mit zunehmender Spieldauer waren den Schalkern der Kräfteverlust von der Donnerstag-Anstrengung anzumerken. Doch ausgerechnet der Ex-Hoffenheimers Chinedu Obasi brachte die Gäste ins Spiel zurück. Er holte den Elfmeter heraus, den Huntelaar verwandelte. Kurz zuvor hatte der Niederländer nur die Latte getroffen (78.).

dpa

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