Spanier zu Absprache-Vorwürfen: "Lachhaft"

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Raúl Albiol

Gniewino - Spanien hat Spekulationen über eine mögliche Absprache mit Kroatien für das abschließende Gruppenspiel bei der Fußball-Europameisterschaft als unsinnig zurückgewiesen.

Raúl Albiol tat die schwerwiegenden Unterstellungen über eine mögliche Absprache mit Kroatien als „Dummheit“ und „lachhaft“ ab. „Es gibt keinen Pakt“, versicherte Spaniens Verteidiger. „Wir wollen gewinnen und mit sieben Punkten Gruppenerster werden.“ Der EM-Titelverteidiger nimmt die Vorwürfe deshalb so gelassen, weil sie nur von italienischen Medien gezielt gestreut wurden. „Das stammt nicht von italienischen Spielern oder Verantwortlichen“, sagte Albiol am Samstag bei einer Pressekonferenz im polnischen Gniewino. Trainer Vicente del Bosque hatte sich schon nach dem 4:0 gegen Irland vehement gegen die Anschuldigungen gewehrt.

Die Ausgangslage in der Gruppe C der Fußball-EM ist vor den beiden abschließenden Partien am Montag (20.45 Uhr/ZDF) in der Tat pikant. Sollten sich Spanien und Kroatien 2:2 oder mit einem höheren Remis trennen, würde Italien selbst ein Kantersieg gegen Irland nicht zum Einzug ins Viertelfinale reichen. Bei Punktgleichheit zählt zunächst der direkte Vergleich. Weil die Squadra Azzurra gegen Spanien und Kroatien jeweils 1:1 gespielt hat, würden die Selección und die „Kockasti“ dank dann insgesamt jeweils 3:3-Toren weiterkommen.

So weit soll es aber gar nicht kommen. „Wir wollen gewinnen“, sagte auch Alvaro Negredo. Der Stürmer des FC Sevilla setzt beim EM-Tipp des gesamten Kaders auf einen 2:0-Sieg. Albiol konnte sich nicht mehr genau erinnern. „Ich glaube 1:0“, sagte der 26-Jährige und fügte in Anspielung auf die Kuhhandel-Vorwürfe grinsend hinzu: „Aber nicht 2:2.“ Dann betonte er noch: „Wir haben alle Partien vor Turnierbeginn getippt.“

Bleibt zu erwähnen, dass beide Profis zu eventuellen Schummeleien eh nichts beitragen könnten. Weder Albiol noch Negredo zählen zur Stammformation. Sie kamen auch als Einwechselspieler nicht zum Einsatz. Daran dürfte sich auch gegen Kroatien nichts ändern.

Spätestens am Montagabend in der Arena Danzig sind dann auch Freundschaften zwischen Spielern der beiden Kontrahenten für mindestens 90 Minuten vergessen. „Ich habe Rakitic nach Kroatiens 1:1 gegen Italien gratuliert. Ansonsten haben wir nur über Familiäres gesprochen“, sagte Negredo. Der frühere Schalker Ivan Rakitic ist sein Teamkollege in Sevilla.

Von Kroatien haben die Spanier eine hohe Meinung. „Das ist ein schwieriger Gegner mit viel Qualität“, erklärte Albiol. Fragen zu den möglichen Viertelfinal-Widersachern beantworteten sie höflich, wiesen aber darauf hin, dass erst einmal die Kroaten geschlagen werden müssten. „Ich schätze Frankreich etwas stärker ein als England oder die Ukraine“, urteilte Negredo. Albiol stufte England nach dessen bisherigen EM-Auftritten als „derzeit nicht so brillant“ ein, „aber sie sind sehr kampfstark“.

dpa

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