Spanien legt offiziell Beschwerde ein

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Die Mannschaft um Edeltechniker Xavi war mit den Platzverhältnisse in Danzig unzfrieden.

Gniewino - Die spanische Nationalmannschaft hadert nach dem Remis zum EM-Auftakt immer noch mit den Platzverhältnissen in Danzig. Inzwischen legte der Verband sogar eine offizielle Beschwerde ein.

Zwei Tage nach dem Stotterstart in die Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine haben die Spieler des Titelverteidigers Spanien die umstrittene Null-Stürmer-Taktik ihres Trainers verteidigt und noch einmal die Platzverhältnisse im Danziger Stadion kritisiert. „Wir alle verstehen die Entscheidung des Trainers, die er zum Wohle der Mannschaft getroffen hat“, sagte Mittelfeldspieler Sergio Busquets auf einer Pressekonferenz am Dienstag im EM-Quartier der Seleccion in Gniewino. Und Jesus Navas betonte: „Die Entscheidung des Trainers war gut. Sie passt zu unserem Spielstil.“

Genau das Gegenteil trifft nach Meinung der Spieler auf die Platzverhältnisse am Sonntag beim 1:1 gegen Italien zu. Wie eine Sprecherin des spanischen Verbandes RFEF dem Sport-Informations-Dienst (SID) am Dienstag bestätigte, habe man eine offizielle Beschwerde bei der UEFA eingelegt. Im Anschluss an die Partie hatten sich bereits Stars wie Andres Iniesta oder Xavi sowie Trainer del Bosque beklagt.

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Das seien „keine Ausreden“, sagte Busquets am Dienstag: „Der trockene Platz hat uns sehr beeinträchtigt. Ballkontrolle und schnelle Pässe waren schwierig, und darauf basiert unser Spiel. Das ist, als ob man beim Basketball die Drei-Punkte-Linie nach hinten verlegt, um zu verhindern, dass der, der viele Dreier wirft, das weiter macht.“ Außerdem provoziere ein derart trockenes Geläuf Verletzungen.

Daher hoffe er, dass die UEFA im zweiten Gruppenspiel der Spanier am Donnerstag gegen den Außenseiter Irland (20.45 Uhr/ARD) für bessere Platzverhältnisse sorge. „Wir wollen nicht, dass man uns begünstigt, sondern dass man unparteiisch ist“, sagte Busquets. Zudem forderte der 23-Jährige nach dem holprigen EM-Auftakt des Welt- und Europameisters mehr Geduld von Fans und Medien ein. „Wir haben unentschieden gegen Italien gespielt, nicht gegen irgendeine Truppe“, sagte der Profi des FC Barcelona. Busquets und Navas erinnerten an den Fehlstart in die Weltmeisterschaft vor zwei Jahren in Südafrika, als die Seleccion mit 0:1 gegen die Schweiz verloren hatte. „Das war damals ähnlich wie heute, und in Südafrika haben wir den Titel geholt“, sagte Navas.

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SID

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