Zeichen gegen Rassismus

Solidarität mit Alves: Promis essen Bananen

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Italiens Nationalcoach Cesare Prandelli (r.) und Premierminister Matteo Renzi veruteilen den Rassismus-Vorfall an Dani Alves.

München - Aus Solidarität mit dem Brasilianer Dani Alves hat die Prominenz aus Sport und Politik weltweit ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt und genüsslich Bananen gegessen.

„Wir sind alle Affen“, schrieb Stürmerstar Neymar, Alves' Landsmann und Teamkollege beim spanischen Renommierklub FC Barcelona, unter seinem Twitterbild, das ihn mit seinem Sohn zeigt. Neymar hat dabei eine echte Banane in der Hand, sein Sprössling eine große Stoff-Frucht.

Alves war beim Auswärtsspiel des FC Barcelona am Sonntag gegen den FC Villarreal (3:2) mit einer Banane beworfen worden und hatte diese daraufhin gegessen. Der brasilianische Nationalspieler hob die Banane vor einem Eckball auf, schälte sie und biss hinein. Sekunden später schlug der Verteidiger noch mit vollem Mund den Ball in den Strafraum. „Ich spiele jetzt seit elf Jahren in Spanien, und seit elf Jahren ist es immer das Gleiche. Wir werden es nicht ändern, daher muss man Witze darüber machen“, sagte der 30-Jährige. Am originellsten tat dies Brasiliens ehemaliger Star Zico. Im Trainingsanzug biss der „weiße Pele“ erst in eine einzelne Banane und schoss danach eine ganze Bananenhand aus dem Winkel eines Fußball-Tores.

Auch Italiens Nationalcoach Cesare Prandelli und Premierminister Matteo Renzi teilten sich eine Banane. Die Geste wurde bei einem Treffen im Regierungssitz festgehalten, bei dem auch der Chef des italienischen Fußballverbandes FIGC, Giancarlo Abete, und der Präsident von Italiens Olympischem Komitee CONI, Giovanni Malago, den Rassismus-Vorfall scharf verurteilten.

Zu den prominentesten Nachahmern der Bananen-Geste gehörten der italienische Nationalstürmer Mario Balotelli (AC Mailand), die Brasilianer David Luiz (FC Chelsea) und Roberto Carlos (einst Real Madrid) sowie der Argentinier Sergio Agüero (Manchester City) und die fünfmalige brasilianische Weltfußballerin Marta.

sid

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