Frustrierter Solbakken ohne Angst vor Jobverlust

Köln - Das 1:6-Debakel gegen Dortmund hat Kölns Trainer Stale Solbakken tief verärgert. Angst um seinen Job hat der Norweger nicht, dafür aber eine Idee, wie er den FC-Kader wieder zusammen schweißen kann.

Trainer Stale Solbakken vom Bundesligisten 1. FC Köln war auch noch einen Tag nach dem 1:6-Debakel gegen den deutschen Meister Borussia Dortmund verägert. „Ich bin pissed“, sagte der Norweger, der sich aber nicht um seinen Job sorgt. „Dieser Verein ist größer als eine Person. Ich habe nicht eine Sekunde gedacht, dass ich nicht der Richtige bin. Aber ich muss das beweisen“, sagte er: „Für mich ist der größte Druck, dass dieser Verein, diese Stadt und diese Fans eine bessere Fußball-Mannschaft haben müssen.“

Den großen Druck aus dem Umfeld will er deshalb auch nicht als Erklärung gelten lassen. „Die schlechteste Entschuldigung ist das Köln-Syndrom“, erklärte Solbakken: „Ein Trainer und ein Kader können immer etwas bewirken. Deshalb ist es keine Entschuldigung, dass wir in Köln spielen.“

Wer kämpft nun eigentlich um was in der Bundesliga?

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Die inzwischen bedrohliche Situation mit nur einem Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz beunruhigt Solbakken noch nicht. „Ein bisschen Abstiegsangst ist vielleicht sogar gut, um die letzten Prozent rauszuholen“, meinte er: „Man muss nur mit dem Druck umgehen können.“

Das Problem, dass die Mannschaft zum wiederholten Male auseinanderbrach, will er mit Teambuilding-Maßnahmen bekämpfen. „Wenn mit verschiedenen Startaufstellungen immer dasselbe passiert, muss man einen Kodex finden“, erklärte der Coach und nahm seine Profis in die Pflicht: „Die Schlüsselspieler haben eine extreme Verantwortung. Und ich als Trainer habe die größte.“

Wie die Maßnahmen aussehen werden, erläuterte Solbakken nicht. Mit Blick auf den Kölner Boulevard meinte er nur schmunzelnd: „Ich fahre mit Express und Bild einen Tag ins Phantasialand.“

sid

Rubriklistenbild: © dpa

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